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David Garrett in Frankfurt: Teufelsgeiger rockt die Festhalle

An zwei Tagen hintereinander in der Frankfurter Festhalle: Mit opulenter Bühnenshow startet Star-Geiger David Garrett seinen Tournee.
David Garrett	Foto: Sajak David Garrett Foto: Sajak

Ganz weit hinten steht David Garrett unerkannt im Publikum. Da ist das Saallicht schon erloschen. Alle Blicke nach vorne, während Strauss’ „Also sprach Zarathustra“ erhaben aufklingt, Großaufnahmen des Mondes auf mehreren Leinwänden flimmern und auch die Lasershow ihre Arbeit aufnimmt. Mit einem Ruck erhebt sich der Geiger. Im grellen Lichtstrahl begibt sich Garrett in Richtung Bühne – hoch über den Köpfen der Zuschauer hinweg.

Bilderstrecke David Garrett in der Festhalle
Der Traum vieler Schwiegermütter ist wieder auf Tour. Am Samstag (04.10.2014) startete David Garrett seine Classic Revolution Tour in der Frankfurter Festhalle. Unser Fotograf war hautnah dabei. 

<br><br>Fotos: Sven-Sebastian SajakFür seine neue Tour......hat sich David Garrett was ganz besonderes ausgedacht.

Kaum angekommen, entschuldigt sich der Sohn der amerikanischen Primaballerina Dove-Marie Garrett und des deutschen Juristen und Geigenauktionators Georg Paul Bongartz: „Hallo Frankfurt, bitte seid mir nicht böse! Ursprünglich plante ich eigentlich eine Best-Of-Tour, doch dann hatte ich so viele neue Ideen.“ Aber bitte: Wer hat, der hat! Und: Wer von den 7500 in der Halle könnte dem Deutsch-Amerikaner, der erst in London, dann in New York am Konservatorium studierte, böse sein?

Durch ein knapp dreistündiges, von einer 30-minütigen Pause unterbrochenes Programm moderiert und spielt sich der einst von Yehudi Menuhin „als größter Violinist seiner Generation“ apostrophierte 34-Jährige in abgewetzten Jeans, Schlabber-T-Shirt und saloppem Sakko. Sein Blondhaar bleibt dabei zumeist zum Knoten gebunden. Mit Band und der Neuen Philharmonie Frankfurt im Rücken reiht Garrett Populäres aus Pop und Rock und Klassik aneinander: Springsteens „Born In The USA“ folgt die mit Andrea Bocelli per Videoclipeinspieler synchron verabreichte Ode „Ma Dove Sei“, „Abbas“ „I Have A Dream“ kommt vor einem Auszug aus Orffs „Carmina Burana“. Mit „Bon Jovis“ „Living On A Prayer“ endet der erste Teil. Funken sprüht Garretts teure Stradivari bei Steve Morses „Well Dressed Guitar“ zum Auftakt der zweiten Hälfte. Bei „Queens“ „We Are The Champions“ wird an die Fußball-WM erinnert. Zu Elton Johns „Your Song“ umgarnt der Frauencharmeur Zuschauerin Karla auf der Bühne. Nach Beethovens „Pathétique“, Verdis „Requiem“, Miley Cyrus’ „Wrecking Ball“ und einem weiteren hitzigen Medley heißt es melancholisch Abschied nehmen mit der Ballade „You Were Always On My Mind“.

(Köh)
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