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"Stiffelio" in der Frankfurter Oper: Tohuwabohu im Pastorenhaus

Verdis selten zu hörende Oper „Stiffelio“ wurde am Frankfurter Opernhaus wieder in den Spielplan aufgenommen.
Szene aus Stiffelio in der Frankfurter Oper. Foto: Barbara Aumüller Szene aus Stiffelio in der Frankfurter Oper.

Es steht einiges Kopf in der Gemeinde des evangelischen Predigers Stiffelio, dessen Ehe nicht mehr zum Besten steht. Ehefrau Lina sorgt für Wutanfälle und Verzweiflung, und ihr Ehering ist auch nicht mehr da, wo er in einem ordentlichen Pastorenhaushalt eigentlich hingehört – an den Finger einer frommen, fürsorglichen Pfarrersfrau. Sollte das ganze Tohuwabohu in Stiffelios Gemeinde gar eine Werbeaktion für den Zölibat der Katholiken sein? Verdis Oper ist jedenfalls ein wirkungsvolles Werk mit grandiosen Chören – denn immer wieder tritt die emotional so aufgewühlte, hin- und hergerissene Gemeinde in Erscheinung.

Für viele könnte der Frankfurter „Stiffelio“, der Anfang dieses Jahres in der Inszenierung von Benedict Andrews Premiere hatte, die erste Begegnung überhaupt mit dieser Oper gewesen sein. Warum steht das recht kompakte Bühnenwerk nicht häufiger auf den Spielplänen? Vielleicht liegt es tatsächlich an der sperrigen Handlung. Die Wiederaufnahme jedenfalls hatte vielerlei Höhepunkte. Mit Cooper Nolan lernte man einen neuen Titeldarsteller kennen – einen kernigen, kraftvollen Typen vom alten Schlage. Auch Jessica Strong war als Ehefrau Lina eine Neubesetzung. Dimitri Platanias als Vater Stankar sowie Alfred Reiter als alter, besonnener Geistlicher kannte man bereits von der Premiere. Der diesmal von Markus Ehmann einstudierte Chor, besonders aber das von Giuliano Carella schwungvoll geleitete Opernorchester waren weitere Garanten für einen mitreißenden italienischen Abend. Ge

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