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US-Filmverband kürt Spielberg-Drama „The Post”

Meryl Streep und Tom Hanks sind die Stars in Steven Spielbergs neuem Polit-Drama. Das bringt den Hollywoodveteran einige der ersten Filmpreise der Saison. Aber auch neue Talente stecken Trophäen ein.
Noch ein Preis für Steven Spielberg. Foto: Andy Rain Noch ein Preis für Steven Spielberg.
Los Angeles/New York. 

Steven Spielbergs Polit-Drama „The Post” (dt. Titel „Die Verlegerin”) ist vom renommierten US-Filmverband „National Board of Review” zum besten Film des Jahres gewählt worden.

Die Hauptdarsteller Meryl Streep (in der Rolle einer Verlegerin) und Tom Hanks (als Chefredakteur) wurden als beste Schauspieler ausgezeichnet. Der Film, der in Deutschland erst ab Februar zu sehen ist, dreht sich um die brisante Veröffentlichung der geheimen „Pentagon-Papiere” unter anderem durch die Zeitung „Washington Post”. Dies öffnete 1971 der amerikanischen Öffentlichkeit die Augen für den Krieg in Vietnam und stärkte in einem Gerichtsprozess die Pressefreiheit.

Die Preise wurden am Dienstag bekanntgegeben, am 9. Januar sollen sie bei einer Gala in New York ausgehändigt werden. Es sind die ersten größeren Auszeichnungen der Trophäensaison, die Anfang März mit der Oscar-Vergabe in Hollywood endet.

Die US-Schauspielerin Greta Gerwig (34, „Jahrhundertfrauen”), die bei dem Independent-Film „Lady Bird” erstmals alleine Regie führte, wurde zur besten Regisseurin gekürt. Mit ihrer Nebenrolle in „Lady Bird” zählt Laurie Metcalf zu den Gewinnern, ebenso Willem Dafoe als Nebendarsteller in „The Florida Project”.

Zwei Auszeichnungen gingen auch an den Grusel-Thriller „Get Out” des schwarzen Komikers, Autors und Regisseurs Jordan Peele. Er wurde für das beste Regiedebüt geehrt, zudem gewann der Film den Preis für die Ensemble-Besetzung.

Als bester „nicht-englischsprachiger Film” überzeugte die deutsche Koproduktion „Foxtrot”. Das Drama des israelischen Regisseurs Samuel Maoz erzählt vom Tod eines jungen israelischen Soldaten. Es ist eine Produktion mit Fördergeldern aus Israel, Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

Der „National Board of Review”-Verband mit Filmhistorikern, Cineasten und Filmschaffenden zeichnet seit 1929 die jährlichen Favoriten aus. Im vorigen Jahr kürte der Verband das Familiendrama „Manchester by the Sea” zum besten Film. Casey Affleck holte später den Oscar als bester Hauptdarsteller.

(dpa)
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