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US-Künstler Mark Pauline zeigt klobige Stahlroboter

Der in San Francisco lebende Künstler zeigt acht seiner seit 1986 angefertigten „kinetischen Skulpturen” in New York. Er halte an einer vermenschlichten Vision von Maschinen mit organischem Innenleben fest, heißt es.
Malmende Zahnräder und drehende Augen: „Rotary Jaw With Squirrel Eyes” von Mark Pauline. Bilder > Foto: Johannes Schmitt-Tegge Malmende Zahnräder und drehende Augen: „Rotary Jaw With Squirrel Eyes” von Mark Pauline.
New York. 

Mit klobigen, stampfenden und teils furchteinflößenden Stahlrobotern hat der US-Künstler Mark Pauline der aalglatten und benutzerfreundlichen Technologie aus dem Silicon Valley etwas entgegengesetzt.

Der in San Francisco lebende Pauline zeigt acht seiner seit 1986 angefertigten „kinetischen Skulpturen” bei der Galerie Marlborough Contemporary in New York. Die Maschinen seien ein „robuster Kontrapunkt zur Komfort-App und zum reibungsfreien Kapitalismus” der Technologie-Konzerne in Kalifornien, heißt es zur Ausstellung, die noch bis 10. Februar zu sehen ist.

Im Zuge des beginnenden Tech-Booms gründete Pauline 1979 die Survival Research Laboratories (SLR), die eigenen Angaben zufolge „gefährliche und beunruhigende mechanische Präsentationen” bieten. Während der Tech-Sektor sich in Richtung „Kleiner, schneller und sauberer” bewege, halte Pauline an einer vermenschlichten Vision von Maschinen mit organischem Innenleben fest. „Seine Roboter sind aus rohem und abgenutztem Stahl gebaut und schlingern, beben und schlagen ein, anstatt mühelos zu gleiten. Sie sind ineffizient und fehlbar und opfern sich selbst so leicht, wie sie kaputt gehen.”

Mit dabei ist etwa der „Spine Robot” getaufte, ferngesteuerte „Wirbelsäulen-Roboter”, dessen rüsselartige Front dank einer Stahlklaue präzise nach Gegenständen greifen kann. In der „Pitching Machine” ist ein Automotor verbaut, mit dessen Antrieb Holzlatten durch zwei drehende Reifen mit Geschwindigkeiten bis zu 320 Kilometern pro Stunde geschossen werden können.

„Gewalt und Gefahr” seien ein gebräuchliches Mittel Paulines, schreibt die Galerie - „und Angst ist häufig eine angemessene Antwort”.

(dpa)
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