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Verlaines Revolver für mehr als 400 000 Euro versteigert

Eine stürmische Liebesaffäre zweier Dichter endete in einem Mordversuch: Der Revolver, mit dem Paul Verlaine beinahe Arthur Rimbaud erschossen hätte, hat einen neuen Besitzer.
Krankenhaus für Rimbaud, zwei Jahre Gefängnis für Verlaine. Foto: Christie's Auction House Krankenhaus für Rimbaud, zwei Jahre Gefängnis für Verlaine. Foto: Christie's Auction House
Paris. 

Die Waffe ist ein Stück Literaturgeschichte: Für 434 500 Euro ist der Revolver versteigert worden, mit dem der französische Dichter Paul Verlaine einst auf seinen Kollegen Arthur Rimbaud schoss.

Das gab das Auktionshaus Christie's am Mittwochabend nach der Versteigerung in Paris auf seiner Webseite bekannt. Der Schätzwert hatte bei 50 000 bis 70 000 Euro gelegen.

Die beiden französischen Lyriker hatten eine Skandalaffäre geführt, die schließlich mit dem blutigen Drama in einem Brüsseler Hotelzimmer endete. Am 10. Juli 1873 schoss der damals 29-jährige Verlaine auf den mehr als zehn Jahre jüngeren Rimbaud und verletzte ihn am rechten Arm. Verlaine wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Der Revolver wurde nach Angaben von Christie's von der Polizei an den Hersteller Montigny zurückgegeben und ging 1981 an den Mann, der ihn nun zum Verkauf stellte.

(dpa)
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