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Wertvolle Instrumente in der Region

Es gibt große und kleine, spektakuläre und weniger prestigeträchtige Orgeln, in der Regel in den „normalen“ Pfarrkirchen beider Konfessionen, wo sie Gottesdienste begleiten und die Gläubigen zum Singen animieren. Zu den besonderen Instrumenten in der Region gehören:

  Am meisten betrachtet, aber nur selten zu hören: die Orgel im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt. Erbaut 1981 durch die Firma Schuke / Berlin. 62 Register, etwa 4700 Pfeifen.

  Kunstvoll eingepasst in die Architektur einer mittelalterlichen Kirche: die Orgel im Limburger Dom mit ihrem mächtigen Kathedralklang. Erbaut 1977 von der Firma Klais, Bonn. 60 Register, rund 4000 Pfeifen.

  Das gibt es selten: ein Orgelduett wie in der Bad Homburger Erlöserkirche. An der Emporenrückwand steht mit dem großen Instrument eines der bedeutendsten Instrumente der Region überhaupt. Erbaut 1908 von Wilhelm Sauer, kaiserlicher Hoforgelbauer aus Frankfurt/Oder. Restauriert und erweitert 1993 durch die Firma Förster & Nikolaus, Lich. 68 Register, rund 4000 Pfeifen. Davor die „Neue Bach-Orgel“ von Gerald Woehl (Marburg), 1990. Erbaut (und denkmalgerecht eingepasst) nach einer (nie ausgeführten) Disposition von Johann Sebastian Bach mit 31 Registern.

  Ebenfalls in Bad Homburg: Das feine Instrument für landgräfliche Bedürfnisse in der Schlosskirche. Heute wird sie nur noch für Konzertzwecke genutzt. Erbaut 1792 von Conrad Bürgy, restauriert 1989 von Förster & Nikolaus, Lich. 38 Register, rund 2500 Pfeifen.

  Ein wahres Pfeifengebirge erhebt sich auf der Südempore im Frankfurter Dom. Hessens größte Orgel wurde 1957 von der Firma Klais, Bonn erbaut und umfasst, seither mehrfach erweitert, aktuell 86 Register. An der Seitenwand des Chores hängt eine weitere Klais-Orgel mit 28 Registern, erbaut 1994; beide Orgeln zusammen haben 8801 Pfeifen und können von einem gemeinsamen Spieltisch aus gespielt werden.

  Eher ein Mauerblümchendasein fristet, leider, die Orgel in der akustisch nicht auf Musikdarbietungen ausgelegten Frankfurter Paulskirche. Bis zur Zerstörung im Krieg stand hier eine berühmte Orgel der Firma Walcker, Ludwigsburg (1833, 73 Register). Die heutige Orgel der Firma Klais von 1988 zählt 45 Register und 3324 Pfeifen.

  Ein schönes Beispiel, wie eine neue Orgel in ein altes, denkmalgeschütztes Gehäuse eingepasst werden kann, steht in der Justinuskirche in Frankfurt-Höchst. Die Orgel der Schweizer Firma Kuhn (Männedorf) wurde von 1983 bis 1988 erbaut (43 Register).

  Und noch ein Ausflug in den Rheingau: Schon im 14. Jahrhundert wird die Orgel der Valentinuskirche in Kiedrich / Rheingau erwähnt. Sie gilt als eine der ältesten spielbaren Orgeln überhaupt. Restauriert und umgebaut, unter Verwendung älterer Pfeifen, im 19. Jahrhundert und zuletzt durch die Firma Kuhn / Männedorf bis 1987. 21 Register. bom

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