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Bernsteins Musical in Frankfurt: "West Side Story": Liebe endet in Mord und Totschlag

Das Musical "West Side Story" feierte in einer famosen Neuinszenierung eine bejubelte Premiere in der ausverkauften Frankfurter Alten Oper.
Das Broadway-Musical West Side Story in neuer Besetzung feierte am Dienstag (11.04.2017) seine Frankfurt-Premiere in der Alten Oper. Noch bis zum 22. April gastiert die Show in der Mainmetropole. Foto: Sven-Sebastian Sajak Das Broadway-Musical West Side Story in neuer Besetzung feierte am Dienstag (11.04.2017) seine Frankfurt-Premiere in der Alten Oper. Noch bis zum 22. April gastiert die Show in der Mainmetropole.
Frankfurt. 

Das Sujet ist so alt wie die Welt: Zwei Heranwachsende entdecken ihre Liebe zueinander und schwören sich ewige Treue. Alles könnte schön sein. Doch Hass und Intoleranz zwischen zwei Parteien lassen die gemeinsame Zukunft schnell in einer Katastrophe enden. Was für das durch ethnische Spannungen gekennzeichnete New York der 50er Jahre galt, ist heute nicht anders. Überall auf der Welt.

Auch in Europa und Deutschland gibt es die Tonys und Marias, die am Unverständnis scheitern. Insofern ist der von Komponist Leonard Bernstein, Texter Stephen Sondheim, Autor Arthur Laurents und Choreograf Jerome Robbins an Shakespeares „Romeo und Julia“ angelehnte Musical-Klassiker, der 1957 am Broadway Premiere feierte und vier Jahre später in Hollywood verfilmt wurde, ein wohl zeitloses Stück Kunst. Es sei denn, die Menschheit besinnt sich irgendwann eines Besseren.

Bilderstrecke Premiere des Musicals West Side Story in der Alten Oper
Das Broadway-Musical West Side Story in neuer Besetzung feierte am Dienstag (11.04.2017) seine Frankfurt-Premiere in der Alten Oper. Noch bis zum 22. April gastiert die Show in der Mainmetropole.Das Broadway-Musical West Side Story in neuer Besetzung feierte am Dienstag (11.04.2017) seine Frankfurt-Premiere in der Alten Oper. Noch bis zum 22. April gastiert die Show in der Mainmetropole.Das Broadway-Musical West Side Story in neuer Besetzung feierte am Dienstag (11.04.2017) seine Frankfurt-Premiere in der Alten Oper. Noch bis zum 22. April gastiert die Show in der Mainmetropole.

Bei der Premiere bleibt Regisseur und Choreograf Joey McKneelys in seiner eindrucksvoll von Dirigent Donald Chans und seinen Musikern aus Jazz, Latin und Neo-Klassik untermalten Neuinszenierung in englischer Sprache ganz nah am Original. Längst zu Evergreens avanciert sind die Ohrwürmer „America“, „Maria“, „Tonight“, „I Feel Pretty“ und „Somewhere“.

Zum Auftakt mit bunten Kostümen vor spartanischer Kulisse aus Feuerleitertreppen und schwarzweißen Hintergrundprojektionen brüllt Riff (Lance Hayes), Anführer der Straßengang Jets, seinem Sharks-Kontrahenten Bernardo (Waldemar Quinones-Villanueva) jene Herausforderung zu, die Michael Jackson später auch für sich entdecken sollte: „Beat it“. In der schwülen Sommerhitze liefern sich die Jets Scharmützel mit den Sharks, Emigranten aus Puerto Rico. Allesamt virile Rowdys auf Sinnsuche: Nur körperliche Überlegenheit zählt in den archaischen Rituale junger männlicher Großstädter zwischen Tradition, Religion, Ehre, und Perspektivlosigkeit.

Zur Eskalation führt eins schicksalhafter Zufall: Ex-Jet Tony, Sohn polnischer Einwanderer, dargestellt vom körperlich kompakten, gesanglich herausragenden Kevin Hack, und Bernardos Schwester Maria (Jenna Burns) verlieben sich bei einer Tanzveranstaltung. Bernardo kocht vor Wut, sieht die Familienehre beschmutzt. Im Strudel der Ereignisse endet ein Zweikampf um die Vorherrschaft unter einer Autobahnbrücke zwischen Bernardo und Diesel (Kyle Weiler) im Tumult. Bernardo ersticht Riff, Tony tötet in Rage wiederum den Mörder seines besten Freundes. Weiteres Blutvergießen bleibt nicht aus: Shark-Boy Chino (Julio Catano-Yee) erschießt den fliehenden Tony hinterrücks als er seiner geliebten Maria in die Arme läuft. Maria mutiert zur Quasi-Heiligen, als sie nach fehlgeschlagener Selbsttötung einen Appell an die Vernunft richtet. Gekrönt von minutenlangen Standing Ovations.

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