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Parodie „Die Bullyparade“: Winnetou hängt sich an Sissi

Von In fünf Episoden machen sich Michael „Bully“ Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian über Karl-May-Verfilmungen und Heimatromanzen lustig.
Während Kaiserin Sissi (Michael „Bully“ Herbig, rechts) fleißig Kartenhäuser baut, träumt Kaiser Franz (Christian Tramitz) von Österreich.   Foto: Warner Bros.in einer Szene aus „Bullyparade – Der Film“ (undatierte Aufnahme). Die aus mehreren Episoden bestehende Komödie startet am 17.08.2017 in deutschen Kinos. Foto: Marco Nagel Während Kaiserin Sissi (Michael „Bully“ Herbig, rechts) fleißig Kartenhäuser baut, träumt Kaiser Franz (Christian Tramitz) von Österreich. Foto: Warner Bros.in einer Szene aus „Bullyparade – Der Film“ (undatierte Aufnahme). Die aus mehreren Episoden bestehende Komödie startet am 17.08.2017 in deutschen Kinos.

Was haben Winnetou, Kaiserin Sissi und die Crew des Raumschiffs Enterprise gemeinsam? Sie alle wurden liebevoll parodiert von Michael „Bully“ Herbig. Das Münchener Multitalent schuf einige Kassenknüller der letzten Jahre: „(T)Raumschiff Surprise“, „Lissi und der Wilde Kaiser“ und natürlich „Der Schuh des Manitu“, der über zwölf Millionen Zuschauer anlockte. Herbig übernahm jeweils die Regie, schrieb das Drehbuch und spielte vor der Kamera neben seinen Freunden Christian Tramitz und Rick Kavanian. Zuvor hatten sich die Drei bereits erfolgreich durch neunzig Folgen der „Bullyparade“ im Fernsehsender Pro Sieben geblödelt. Zum 20. Jubiläum der Show schlüpfen die Vollblutkomiker noch einmal in ihre lustigsten Rollen für einen Spielfilm, der sich aus mehreren Episoden zusammensetzt.

So beschert „Winnetou in Love“ ein Wiedersehen mit den Blutsbrüdern Abahachi und Ranger, der den Indianer-Häuptling vor einer übereilten Ehe bewahren will, wobei ihm selbst Kopfgeldjäger im Nacken sitzen. Andernorts besucht das österreichische Kaiserehepaar Franz und Sissi ein Spukschloss in Bayern und erlebt gruselige Abenteuer. Von den „Wechseljahren einer Kaiserin“ geht es mit Lichtgeschwindigkeit auf den „Planet der Frauen.“ Die liebenswerten Trottel Captain Kork, Mr. Spuck und Schrotty sind dazu ausersehen, die weibliche Bevölkerung vor dem Bösen zu retten. Unterdessen entdecken die sächsischen Brüder Jens und Jörg Kasirske eine Zeitmaschine und reisen „Zurück in die Zone“, um den Fall der Mauer zu verhindern.

Der Spaß am permanenten Rollenwechsel blitzt dem Darsteller-Trio aus jeder Lachfalte. Gaststars wie Til Schweiger, Peter Maffay oder Chuck Norris runden das Ensemble ab. Neben dem perfekten Zusammenspiel von Herbig, Tramitz und Kavanian ist es die ausgefeilte Optik, die den Streifen über das Niveau einer reinen Sketch-Revue erhebt. Während die Kulissen der beliebten Fernsehsendung eher billig aussahen, sind sie hier den Vorbildern der parodierten Filmklassiker täuschend echt nachempfunden, was die Situationskomik noch verstärkt.

Als Regisseur beweist „Bully“ Herbig erneut sein Talent für eine stimmungsvolle Bildsprache, deren Qualität manch ernstgemeinte deutsche Produktion nie erreicht. Man darf schon jetzt gespannt sein, wie ihm der angekündigte Wechsel ins Thriller-Fach gelingen wird. Herbigs Kinofassung der „Bullyparade“ ist jedenfalls ein gelungenes Abschiedsgeschenk für Freunde des stilvollen Schabernacks. Denn dass es weitergeht, bezweifelt Rick Kavanian im Presseheft: „Ich würde am liebsten sofort den zweiten Teil drehen. Aber dann schauen mich Bully und Christian an und sagen: Vergiss es!“ Sehenswert

In diesen Kinos

Frankfurt: Berger, Cinestar, E-Kinos, Metropolis. Sulzbach: Kinopolis. Limburg: Cineplex. Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis.
Mainz: Cinestar

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