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Worpsweder Museen setzen zeitgenössische Akzente

Das Künstlerdorf Worpswede in der Nähe von Bremen ist für viele untrennbar mit den Landschaftsmalern des späten 19. Jahrhunderts verbunden. Die neue Ausstellungs-Reihe "Worpswede zeitgenössisch" soll die Wahrnehmung "als lebendigen Ort mit aktueller Kunst" stärken.
Die in New York lebende deutsche Künstlerin Josephine Meckseper vor ihrem Werk aus Spiegel, Torso und Fotowand. Foto: Ingo Wagner Die in New York lebende deutsche Künstlerin Josephine Meckseper vor ihrem Werk aus Spiegel, Torso und Fotowand. Foto: Ingo Wagner
Worpswede. 

Zum Auftakt zeigt der Worpsweder Museumsverbund Arbeiten der Konzeptkünstlerin Josephine Meckseper, des Malers Stefan Ettlinger und des Videokünstlers Bjørn Melhus. Die Ausstellungen sind bis zum 27. Januar 2013 zu sehen.

"Es ist Teil meiner künstlerischen Entwicklung, dass ich in Worpswede aufgewachsen bin", sagte Josephine Meckseper am Rande ihrer Ausstellung in der Kunsthalle. Die in New York lebende Künstlerin nutzt die Bildsprache der Werbung, um ironisch und subtil "die Kehrseite des Kapitalismus'" zu zeigen. Meckseper setzt sich in der aktuellen Ausstellung auch kritisch mit der Kommerzialisierung Worpswedes auseinander.

Die seelischen Wunden von Kriegsheimkehrern stehen im Mittelpunkt der Videoarbeiten von Bjørn Melhus im Haus im Schluh. Melhus visualisiert die Unfähigkeit vieler Ex-Soldaten, in die Zivilgesellschaft zurückzukehren. Im Video "I'm not the enemy" (Ich bin nicht der Feind) erklingen ausschließlich Zitate aus US-amerikanischen Veteranenfilmen wie Rambo. Der Zufall spielt eine entscheidende Rolle im Werk von Stefan Ettlinger. Die Grundlage für seine Malerei bilden Fotos und Film-Stills, die er zu neuen, fiktiven Szenen und Räumen kombiniert. Seine Arbeiten sind im Barkenhoff zu sehen.

Die Reihe "Worpswede zeitgenössisch" soll im Herbst 2013 fortgesetzt werden.

(dpa)
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