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Schwedische Popsängerin: Zara Larsson in Frankfurt: Selbstbewusst, attraktiv und stimmgewaltig

Ihre Karriere startete sie als Kind bei der schwedischen Talentshow „Talang“. In der Frankfurter Jahrhunderthalle zeigte Zara Larsson nun, was sie stimmlich und tänzerisch kann.
Schwedens Pop-Import macht sich gut im Glitzer-Kostüm, aber auch stimmlich weiß Zara Larsson in der Frankfurter Jahrhunderthalle zu überzeugen. Foto: Sven-Sebastian Sajak Schwedens Pop-Import macht sich gut im Glitzer-Kostüm, aber auch stimmlich weiß Zara Larsson in der Frankfurter Jahrhunderthalle zu überzeugen.
Frankfurt. 

Zara . . . wer? werden sich jene fragen, die den Namen der in Skandinavien, Großbritannien und seit mehreren Hits auch im deutschsprachigen Raum etablierten schwedischen Singer-Songwriterin noch nicht kannten. Ein mehrheitlich weibliches junges Publikum in der nicht ganz ausgelasteten Frankfurter Jahrhunderthalle jedenfalls kennt die Songs von Zara Larsson in- und auswendig. Eifrig mitgefiebert und mitgeklatscht, vor allem passioniert mitgetanzt und textsicher mitgesungen wird da zu internationalen Hits, die derzeit weltweit in jeder Disco einen guten Leumund haben dürften.

Nur das Beste

Betreibt die ganz in Flitter gehüllte und vor glitzernden Kulissen agierende Miss Larsson mit ihren 19 Jahren doch eine gezielte Genre-Überblendung: Electropop, House, R & B, Funk, Soul, Ragga und Hip-Hop vermengen sich zu einem quirligen Ganzen, das auch inhaltlich Tiefgänge vermittelt. Mögen auch Kritiker der Sängerin gerne mal Oberflächlichkeit anlasten. Doch die ungemein selbstbewusste Blondine, deren Karriere früh mit einer Ausbildung an der Königlichen Schwedischen Ballettschule startete, die mit knapp zehn Jahren am beliebten TV-Gesangswettbewerb „Talang“ 2008 teilnahm und ihn auch gewann und die wenig später mit ihrer ersten Single in einer stimmgewaltigen Coverversion von Céline Dions „My Heart Will Go On“ auf Anhieb Platz sieben in den schwedischen Charts eroberte, kann weitaus mehr, als nur attraktiv, gelenkig und synchron zwischen ihren vier Tänzerinnen umhertanzen.

Miss Larssons Geschmack ist ein ganz einfacher: stets nur das Beste, wie nicht nur die schwedischen Nummer-eins-Hits „Uncover“, „Lush Life“, „Ain’t My Fault“ sowie zum Einstieg „Never Forget You“ unterstreichen. Assoziationen zu den US-Superstars Beyoncé und Rihanna drängen sich beim kurzweiligen Showkonzept, unterfüttert durch ein erstklassiges vierköpfiges Ensemble sowie zwei Harmonievokalistinnen, geradezu auf.

Auf Larssons Alben „1“ (2014) und „So Good“ (2017) jedenfalls tummeln sich schon mal unzählige Namen internationaler Komponisten, Produzenten, Sänger und Rapper, die ihr Scherflein dazu beitrugen. Auch ihre Kreativität als Songautorin entfaltet sich nun langsam aber sicher. Dass Duett-Beiträge von Koryphäen wie MNEK, Ty Dolla $ign, Wizkid und „Clean Bandit“ aus der Konserve stammen, stört das in die idyllische Welt von Larsson vertiefte Auditorium nicht im geringsten.

Erstklassige Clubhymnen

Aus dem Thema Herz-Schmerz, dem die junge Schwedin immerhin eigenwillige Facetten abgewinnen kann, lugen eindringlich weitere Botschaften hervor: Im Duett mit dem Briten Tinie Tempah hebt sie lasziv hervor, was Mädchen mögen („Girls Like“), in dem mit einem Auszug von Ed Sheerans „Shape Of You“ veredelten Song „Don’t Let Me Be Yours“ begibt sie sich in vollem Bewusstsein in die Obhut eines Bad Boys, und „Make That Money Girl“ funktioniert gar ausgezeichnet als weibliche Emanzipationshymne.

Zara Larsson steht erst am Anfang einer möglichen Weltkarriere, die sie uns mit erstklassigen Clubhymnen wie „Sundown“, „Symphony“ und „So Good“ versüßt. Madonna, Kylie Minogue, Beyoncé und Rihanna dürften, wenn nichts dazwischen kommt, mit der Konkurrenz aus dem hohen Norden Europas noch ihre Freude haben.

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