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Zwei stahlharte Profis streifen durch die Straßen von L.A.

Russell Crowe und Ryan Gosling spielen in Shane Blakes Kumpelkomödie „The Nice Guys“ zwei Privatdetektive, die sich wechselseitig gekonnt über die Füße fallen.
Holland March (Ryan Gosling, links) und Jackson Healy (Russell Crowe) haben so manches zu ermitteln. Sonnenbrille macht sich da gut. Foto: Daniel McFadden (Concorde Filmverleih) Holland March (Ryan Gosling, links) und Jackson Healy (Russell Crowe) haben so manches zu ermitteln. Sonnenbrille macht sich da gut.

Vor knapp 20 Jahren ging Russell Crowe in „L.A. Confidential“ als zuschlagender Cop im Los Angeles der 50er Jahre auf Verbrechersuche. Das brillante Gangsterdrama machte den neuseeländisch-australischen Schauspieler zum Star. Guy Pearce mimte in der verwickelten Geschichte um Mord und Bestechung seinen Polizeikumpel, Kim Basinger verführte als Prostituierte.

In „The Nice Guys“ darf sich Crowe („Gladiator“) nun wieder in der Stadt der Engel austoben. Im Jahr 1977 liegt Los Angeles unter Smog. Der raubeinige Privatdetektiv Jackson Healy (Crowe) trägt bunte Hawaiihemden über dem dicklichen Bauch. Für einen lukrativen Auftrag tut er sich mit dem trinkfreudigen, trotteligen Kollegen Holland March (Ryan Gosling) zusammen. Die Tochter einer undurchsichtigen Richterin (Kim Basinger) ist verschwunden. Der Streifzug durch L.A. führt ins Porno-Milieu, auf heiße Partys und zu knallharten Auftragskillern.

Schon in den ersten Filmminuten, wenn der Funksong „Papa Was A Rollin’ Stone“ ertönt und Pornostar Misty Mountains nackt in ihrem Sportwagen durch ein Haus in den Hügeln von Hollywood brettert, ist dem Zuschauer klar, was folgen wird: Schrille Action und eine überdrehte Geschichte inmitten blutiger Brutalität – ein schwarzhumoriger Film noir mit reißerischen Horrormomenten.

Nach dem Blockbuster „Iron Man 3“ findet Shane Black mit „The Nice Guys“ zu seinem ausschweifenden Stil zurück, den er bereits als Drehbuchautor für „Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis“ kultivierte. Nun gibt Black dem Helden Crowe die maskuline Schlagkraft mit, Gosling ist die perfekte Mischung aus Tollpatschigkeiten und Unschuldigkeit. Beide haben ihre Fehler, aber auch Charme und eine weiche Seite. Die zeigt Holland March als liebevoller Papa der frühreifen Holly, pfiffig gespielt von der jungen Australierin Angourie Rice.

Wirklich nett sind „The Nice Guys“ nicht, wenn sie ihre Gegner ausschalten, doch es macht Spaß, ihnen dabei zuzuschauen. Der verfahrene Plot ist am Ende Nebensache: Tempo, Einfälle und Sprüche mit dem Flair der 70er Jahre passen zusammen. Sehenswert

Frankfurt: Cinestar, Metropolis (D+E). Sulzbach: Kinopolis. Limburg: Cineplex. Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis. Mainz: Cinestar

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