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Konzert in Frankfurt: „Violetta“-Hauptdarstellerin Martina „Tini“ Stoessel sang in Frankfurt

Nachdem sie weltweit durch eine Fernsehserie zum Teen-Idol aufgestiegen ist, zeigt sich die Argentinierin Martina Stoessel nun als Solosängerin auf Tournee.
„Tini“ singt für Teenies, und das viel auf Spanisch. Die 20-Jährige eifert Madonna und Beyoncé nach. Foto: Julian Sajak „Tini“ singt für Teenies, und das viel auf Spanisch. Die 20-Jährige eifert Madonna und Beyoncé nach.
Frankfurt. 

Abrupt verlöschen die Saallichter. Im Halbdunkel nehmen komplett in Weiß gekleidete Musiker in opulenten Stahlgerüstkulissen ihre Plätze ein. Schrille „Tini“-Rufe münden in einen Kreisch-Orkan, als abrupt das Lichtshowgewitter loslegt und zur Bühnenmitte eine überschlanke Person in knapper Korsage zu Stiefeletten die Hüften kreisen lässt. „Got Me Started“ lautet der Titel des Einstiegssongs im Fingerschnipprhythmus. Garniert mit der gleichen Klangwucht aus R&B- und Disco-Techno-Zutaten wie heutzutage nahezu sämtliche Club-Hymnen funktionieren. Stimmliche Souveränität besitzt die von einem Harmoniechor unterstützte „Tini“ allemal. Nicht nur stilistisch reiht sich die Zwanzigjährige in die Riege von Weltstars wie Beyoncé, Rihanna, Pink, Britney Spears, Christina Aguilera und Miley Cyrus ein. Als Vorbild Madonna einst ihre Karriere startete, bewerkstelligte die amtierende Pop-Queen das noch ganz auf eigene Faust. Sie zog aus der Provinz nach New York, um ihr Glück zu suchen.

Nichts bleibt Zufall

Heutzutage bleibt in Sachen Weltkarriere nichts mehr dem Zufall überlassen. „Tini“ alias Martina Stoessel, Tochter des argentinischen Produzenten und Regisseurs Alejandro Stoessel, nahm schon als Prä-Teenager Klavier-, Tanz- und Gesangsunterricht, sammelte Erfahrung in Comedy und Musical. Ihr weltweiter Durchbruch erfolgte als Hauptdarstellerin einer argentinischen Kinder-Telenovela in drei Staffeln zu insgesamt 240 Folgen namens „Violetta“. Von 2014 an faszinierte der von 2012 bis 2015 produzierte Dauerbrenner auf Disney Channel auch hiezulande die Fangemeinde. Stoessel verkörperte in der Serie wie in Kinofilmen Violetta Castillo, die mit ihrem alleinerziehenden Vater von Madrid nach Buenos Aires zieht, um dort heimlich Klavierstunden an der Musikschule Studio 21 zu nehmen. Parallelen zur Serie „Hannah Montana“, der Miley Cyrus ihren Weltruhm zu verdanken hat, sind nicht zu übersehen. Wie bei Cyrus setzte sich eine riesige Vermarktungskamapagne in Gang, die nach dem Finale der Telenovela unausweichlich in eine Solokarriere mündete. Als „Tini“ im Oktober 2015 mit den Serien-Kollegen von „Violetta“ in Frankfurt gastierte, füllte sich die Festhalle bis unters Dach.

Als Solokünstlerin trat sie nun gleich zweimal an: Einer Matinee folgte am frühen Abend eine zweite Show, und nicht wenige der 7-jährigen bis 14-jährigen Mädchen schaut sich die bis auf die Sekunde geplante Show zweimal an, schwenkten Transparente, Leuchtstäbe oder die eigenen Arme und tanzten zwischen den Sitzreihen. Ein Make-Up-Service vor der Halle besorgte in letzter Minute die äußerliche Optimierung per Glitzerstaub und „Tini“-Schriftzug auf den Pausbacken.

Schwebender Engel

„Tinis“ Rundumschlag setzt sich aus dem Material ihres Solodebüts von 2016, Hits aus den Soundtracks von „Violetta“ sowie Songinterpretationen von Beyoncé, Idina Menzel und Justin Bieber zusammen. Bei Choreografien erhält sie Unterstützung durch eine Tanzcrew. Nicht fehlen darf ein kleiner Akustikteil. Einen Song singt „Tini“ als schwebender Rauschgoldengel in luftiger Höhe. Immer wieder dankt die Entertainerin in rund einem Dutzend verschiedenen Kostümierungen ihrem Publikum in drei Sprachen. Völlig verzückt zeigt sich die Anhängerschaft, die pausenlos Fotos schießt, Videos aufzeichnet und brüllt wie am Spieß, wenn „Tini“ ihre langen überschlanken Beine in noch knapperen Textilien zeigt. Allzu rasch ist das Programm aus rund zwei Dutzend Songs, darunter die in Lateinamerika erfolgreichen „Got Me Started“, „Si Tú Te Vas“, „Siempre Brillarás“ und „Great Escape“, abgehakt. Am Showende erhält „Tini“ aus einer vorderen Bühnenreihe eine riesige deutsche Flagge geschenkt. Eingewickelt in Schwarz-Rot-Gold, absolviert sie unter weiteren Danksagungen den Zugabenblock.

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