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Sänger der Toten Hosen: Campino wünscht Angela Merkel „stabile Nerven”

Mit seiner Band den Toten Hosen hat sich Frontmann Campino immer auch schon politisch engagiert. Zu Merkel, Jamaika und der AfD hat der Punkrocker einiges zu sagen.
Campino kann mit der Kanzlerin Angela Merkel gut leben. Foto: Britta Pedersen/Archiv Campino kann mit der Kanzlerin Angela Merkel gut leben.
Buenos Aires. 

Der Sänger der Toten Hosen, Campino, wünscht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihr Jamaika-Experiment „stabile Nerven”.

„CDU, CSU, FDP und Grüne unter einen Hut zu bringen, das stelle ich mir sehr, sehr anstrengend vor”, sagte der 55-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Buenos Aires. „Ich wünsche der Frau einfach nur stabile Nerven.”

In Argentinien absolvierte die Band („Wünsch Dir was”, „Hier kommt Alex”) in den vergangenen Tagen eine Jubiläumstour - 25 Jahre nach dem ersten Konzert am La Plata. Die Punkrocker aus Düsseldorf sind auch dort Stars und berüchtigt für die wilden Konzerte - viele Fans lernen mit ihren Texten deutsch.

Zugleich betonte Campino: „Ich kann sehr gut damit leben, dass Frau Merkel weiter Kanzlerin bleiben soll.” Merkel hatte sich nach der CDU-Wahlparty 2013, als die Parteispitze den Hit „Tage wie diese” intonierte, bei Campino entschuldigt. „Herr Campino, ich rufe an, weil wir letzten Sonntag so auf Ihrem Lied herumgetrampelt sind”, sagte Merkel damals laut Campino.

Mit Blick auf den erstmaligen Einzug der rechtspopulistischen AfD in den Bundestag meinte er: „Das Gute an der Situation ist, dass die Konturen geschärft werden, es wird wieder rauchen im Bundestag.”

Es sei nun einmal so, dass rund 20 Prozent in Deutschland einfache Lösungen wollten. „Aber wenn es um die Zukunftsvisionen geht, wird auch der mattesten Birne im Land klar werden, dass die AfD hoffentlich eine vorübergehende Erscheinung ist”, meinte der Musiker.

(dpa)
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