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Clueso: Ostdeutsche nicht als Nazis abstempeln

Der Sänger bemüht sich darum, die Frustrierten im Osten Deutschlands zu verstehen und nicht pauschal als Rechte abzustempeln. „Viele fühlen sich scheinbar verlassen”, sagt er.
Der deutsche Sänger Clueso (Thomas Hübner) wirbt für genaueres Zuhören. Foto: Monika Skolimowska Der deutsche Sänger Clueso (Thomas Hübner) wirbt für genaueres Zuhören.
Erfurt/Hamburg. 

Der Musiker Clueso hat davor gewarnt, Ostdeutsche pauschal als Nazis zu verurteilen. „Es ist klar, dass nicht alle Ostdeutschen, die wie in Chemnitz auf die Straße gehen, Nazis sind”, sagte der 38-jährige Künstler der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit” (Donnerstag).

Wer das behaupte, schreibe die Menschen ab. Der in Erfurt geborene und aufgewachsene Sänger führt viele Probleme in den neuen Ländern auf Enttäuschungen der Wende- und Nachwendezeit zurück. „Viele fühlen sich scheinbar verlassen.” Viele seien über den Tisch gezogen worden.

Inzwischen gebe es viele frustrierte Menschen im Osten. „Sie projizieren ihre schlechte Laune auf die, die noch schwächer sind - die paar Ausländer, die dort leben.” Wir müssten diesen Menschen zuhören und mit ihnen sprechen, so Clueso.

(dpa)
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