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Kaputte Achse stoppt „Trecker-Willi”

Am 20. März tuckerte der Rentner Winfried Langner los in Richtung St. Petersburg. Jetzt musste er in Kaliningrad eine Zwangspause einlegen.
Achse gebrochen: Winfried Langner in Kaliningrad neben seinem Traktor. Foto: /Sabine Langner-Uslu Achse gebrochen: Winfried Langner in Kaliningrad neben seinem Traktor. Foto: /Sabine Langner-Uslu
Lauenförde. 

Ein Defekt an seinem 56 Jahre alten Traktor hat den als „Trecker-Willi” bekannten Rentner Winfried Langner auf seinem Weg nach St. Petersburg vorübergehend gestoppt.

Langners Tochter Sabine sagte am Montag, sie hoffe, dass die Zwangspause bald beendet sein werde. Ein Ersatzteil für die defekte Welle der Hinterachse sei auf dem Weg in die russische Exklave Kaliningrad, bis dorthin sei ihr Vater in der vergangenen Woche gelangt.

Der 81-jährige Rentner war am 20. Mai mit seinem Deutz Baujahr 1961 und einem kleinen Wohnwagen Richtung Russland aufgebrochen. Seine niedersächsische Heimatgemeinde Lauenförde hatte Langner, der auch „Deutz-Willi” genannt wird, wie schon bei früheren Trecker-Reisen zum Nordkap oder nach Mallorca mit großem Bahnhof verabschiedet.

Da sein aktueller Trecker mit seinem 15-PS-Motor auf kleinen Nebenstrecken maximal 18 Stundenkilometer schnell ist und Langner ohnehin die eine oder andere Rast eingeplant hatte, soll die mehr als 5000 Kilometer lange Hin- und Rückreise rund vier Monate dauern.

Die Zwangspause in Kaliningrad mache ihrem Vater deshalb auch nicht viel aus, sagte Sabine Langner-Uslu. Im Gegenteil: „Er hat bei seinem Stopp viele nette Leute kennengelernt.” Nach Ankunft des Ersatzteils werde der 81-Jährige den Traktor-Oldie selbst reparieren. „Voraussichtlich ab Mittwoch wird er dann wieder Kilometer machen”, sagte Langner-Uslu.

(dpa)
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