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Matthias Reim warnt vor Hate Speech und Populisten

Matthias Reim macht nicht nur Musik, sondern beobachtet auch gesellschaftliche Entwicklungen. Besorgt zeigt er sich vor allem über die Verhältnisse im Netz.
Matthias Reim stört sich an der Feigheit, Destruktivität und Neid im Netz. Foto: Carl Seidel/ZB Matthias Reim stört sich an der Feigheit, Destruktivität und Neid im Netz.
Dresden. 

Sänger Matthias Reim sorgt sich um den Zustand der Gesellschaft in Deutschland und wegen Hasstiraden im Netz. „Heute kann jeder im Netz seine Meinung sagen, kann pöbeln, Menschen verletzen, beleidigen, bedrohen und ihnen Angst machen - ohne dafür geradestehen zu müssen”, sagte er.

Es gebe leider eine große Feigheit, Gemeinheit, Destruktivität, Missgunst und Neid im Netz. „Man kann all diese negativen Dinge dort ausleben, aber man kann ihnen nur schwer begegnen.”

Deutschland sieht der Künstler in einem politikmüden Zustand. „Ich habe das Gefühl, die Leute sind sehr unzufrieden darüber, was mit ihnen und ihren Steuern gemacht wird. Die Verschwendung von Steuergeldern hängt den Menschen zum Halse raus.” Dass Leute, die 40 Jahre lang gearbeitet haben, um eine anständige Rente bangen müssten, sei ein Unding.

Massive Gefahr für die Demokratie geht nach Ansicht von Reim von Populisten aus. Nur wer sich bilde und informiere, gehe diesen nicht so leicht auf den Leim. „Es gibt leider eine Generation, die gar keine Nachrichten mehr sieht oder Zeitungen liest, sondern eher den ganzen Tag am iPhone herumspielt. Ich weiß wovon ich rede. Ich sage meinen Kindern auch immer: Versucht es doch mal mit Nachrichten, wenigstens einmal am Tag.”

(dpa)
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