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Matthias Steiner kritisiert „Schubladendenken”

Seine Sportkarriere hat Matthias Steiner schon lange an den Nagel gehängt. Jetzt stemmt der Olympiasieger keine Gewichte mehr, jetzt jongliert er mit Tönen.
Matthias Steiner bei der Aufzeichnung der TV-Show „Willkommen bei Carmen Nebel”. Foto: Andreas Lander Matthias Steiner bei der Aufzeichnung der TV-Show „Willkommen bei Carmen Nebel”. Foto: Andreas Lander
Berlin. 

Matthias Steiner (34), Olympiasieger im Gewichtheben und nun auch Sänger, stößt sich an Vorurteilen gegenüber seiner Karriere.

„Es ist natürlich so ein bisschen ein Schubladendenken, das wir da haben”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Man setzt jetzt voraus, du hörst als Sportler auf und du hast nur eine Option, du wirst Trainer.” Wenn aber jeder Leistungssportler Trainer werde, „dann haben wir einen Trainerüberschuss”.

„Es kann ein Weg sein, aber für mich ist er nicht der logische. In einer Randsportart wie Gewichtheben ist das auch viel schwieriger als etwa im Fußball.”

Steiner, der nach seiner Sportkarriere in Fernsehshows wie „Let's Dance”, „Schlag den Star” und „It Takes Two” mitwirkte, bringt diesen Freitag (14.4.) sein erstes Pop-Album „Zurückgeliebt” heraus.

Steiner hatte bei den Olympischen Spielen 2008 Gold für Deutschland geholt. Damals war er massiger Muskelmann, jetzt ist er schlanker Schlagerstar. In Peking vor neun Jahren blieb er Millionen in Erinnerung, weil er den Olympiasieg seiner Frau widmete, die bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt war. Bei der Ehrung hielt Steiner ein Foto von ihr in der Hand.

Seit 2010 ist Steiner mit der TV-Moderatorin Inge Steiner (früher Posmyk) verheiratet, die ihn ins Leben zurückgeliebt hat, wie er es nennt. Im Titellied seines Albums gibt es die Textzeile „In deinem Arm, da fang ich neu zu leben an”.

(dpa)
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