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Verkauf von Weinstein-Studio geplatzt

Der gestürzte Hollywood-Mogul Harvey Weinstein hat sein Fehlverhalten hinsichtlich sexueller Übergriffe eingeräumt, aber Vorwürfe von nicht-einvernehmlichem Sex mit Schauspielerinnen wiederholt zurückgewiesen. Was aus der von ihn gegründeten Filmproduktion wird, ist derzeit offen.
Harvey Weinstein bleibt in den Schalgzeilen. Foto: Chris Pizzello Harvey Weinstein bleibt in den Schalgzeilen.
Los Angeles. 

Der Verkauf des Filmstudios des gestürzten Hollywood-Moguls Harvey Weinstein an eine Investorengruppe ist ein weiteres Mal geplatzt.

Nachdem der Vertrag schon unterschrieben war, seien zusätzliche Schulden der Firma in Millionenhöhe aufgetaucht, berichteten zahlreiche US-Medien in der Nacht zum Mittwoch.

„Nach der Unterschrift und dem Beginn der Phase der sorgfältigen Untersuchung haben wir enttäuschende Informationen über die Durchführbarkeit des Geschäfts erhalten”, sagte die Unternehmerin Maria Contreras-Sweet, die die Investorengruppe leitet und das Weinstein-Studio kaufen wollte.

Die Gespräche über einen Verkauf laufen bereits seit dem vergangenen Herbst. Nach einer Klage des US-Bundesstaats New York gegen Weinstein und die Firma hatte sich die Investorengruppe zunächst zurückgezogen, dann jedoch doch wieder Gespräche aufgenommen. Das Studio hatte zwischenzeitlich Insolvenz beantragen wollen. Was nun aus dem Unternehmen wird, war zunächst völlig unklar.

Weinstein war von dem von ihm gegründeten Studio entlassen worden, nachdem Vorwürfe sexueller Übergriffe von zahlreichen Schauspielerinnen gegen ihn bekannt wurden. Er hat Fehlverhalten eingeräumt, aber Vorwürfe von nicht-einvernehmlichem Sex wiederholt zurückgewiesen. Die Weinstein-Enthüllungen hatten die #MeToo-Debatte ausgelöst - eine weltweite Bewegung, bei der Hunderttausende Betroffene über eigene Erfahrungen berichten und Missbrauchsvorwürfe öffentlich machen.

(dpa)
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