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Alles zur rechten Zeit

<span></span> Foto: (FNP)

Das Publikum im Hamburger Volkspark gilt zwar als kritisch, großen Fußball bekommt es vom hiesigen Sportverein aber auch selten geboten. Insofern war der Besuch der deutschen Nationalelf ein guter Anlass, auf der Tribüne mal die Welle zu machen und zu singen: „Oh, wie ist das schön!“ Tatsächlich hatte die Weltmeister-Gala mit überforderten Tschechen am Samstag großen Unterhaltungswert, und sie bot obendrein einige Erkenntnisse – allen voran jene, dass der Weg nach Russland für Löws Auswahl ein Spaziergang werden sollte, sofern sie in der weiteren Qualifikation für die WM 2018 halbwegs diese Form wahrt.

Auch der vermeintliche stärkste Gegner in der Gruppe C war nicht in der Lage, Müller und Co. die Stirn zu bieten. Erfreulich aber war, mit wie viel Entschlossenheit, Esprit und Tatendurst sie zu Werke gingen: Özil weiter in Spiel-, Müller wieder in Torlaune, als Protagonisten eines überragend funktionierenden Kollektivs, mit neun Weltmeistern, bei denen ein Rädchen ins andere griff.

Die Kritik, die zuvor möglicherweise auch noch als Nachwehen des Halbfinal-Ausscheidens bei der EM an Löw herangetragen wurde, wischten seine Auswahlspieler locker weg. Die Vorbereitungszeit zu kurz, das Festhalten am immer gleichen Personal zu stark? Das eine dankten sie ihm mit einem ausgeruhten Auftritt, das andere mit ihrer Demonstration der Automatismen. Für die von Löw selbst angekündigte notwendige Verjüngungskur war das wegweisende Spiel gegen Tschechien noch nicht das richtige. Sie wird aber kommen. Alles zur rechten Zeit – was auch für die von DFB-Chef Grindel angestrebte Vertragsverlängerung mit dem Bundestrainer gilt: Bis 2018 ist es noch lange hin.

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