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Eintracht vs. Bayern: Bayern München: Zu viel Dolce Vita?

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Es ist fürwahr eine ungewohnte Situation für den FC Bayern München. Nur zwei Punkte Vorsprung für den Rekordmeister der Fußball-Bundesliga. Der momentan härteste Verfolger des Tabellenführers kommt aus Köln – igitt. Da kann man als Erfinder des „Mia san mia“ schon einmal ins Grübeln kommen und dann die Nerven verlieren.

Denn eine Krise muss man wohl noch nicht nennen, was da gerade rund um die Bayern passiert. Es geht wahrscheinlich eher um enttäuschte Hoffnungen. Mit Carlo Ancelotti als Trainer sollte der Club entspannter daherkommen als zu Zeiten des verbissenen Taktik-Maniacs Pep Guardiola. Der Italiener kann den Gewinn der Champions League als Referenz vorweisen, hat aber auch den Ruf eines Spielerverstehers. Guardiola steht für das kalte Streben nach Perfektion und die gezielte Konfrontation mit Spielern und Club-Mitarbeitern, Ancelotti für ein bisschen mehr Dolce Vita und nur gelegentliche – interne – Wutausbrüche.

Bilderstrecke Eintracht: Klasse Leistung beim 2:2 gegen den FC Bayern München
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Viel war die Rede davon, das taktische Korsett Guardiolas sei den Münchnern zu eng geworden. Mit der vermeintlich neu gewonnenen Freiheit aber wissen sie jetzt wenig anzufangen. In Frankfurt und auch schon vorher war eine lange nicht mehr zu sehende Larifari-Einstellung der Bayern zu bestaunen. Wenn Karl-Heinz-Rummenigge die kritisiert, hat er Recht.

Die Frankfurter Eintracht hat am Samstag das passende Kontrastprogramm geliefert. Sie hat gezeigt, worum es im Fußball geht: laufen, kämpfen, mit Leidenschaft füreinander einstehen. Da hat Niko Kovac bei seinen Spielern erfolgreiche Überzeugungsarbeit geleistet. Die muss jetzt auch von Carlo Ancelotti kommen.

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