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Der Tragödie dritter Teil

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Die gute Nachricht heißt: Es gibt eigentlich niemanden, der Griechenlands Reformversuche bestreitet. Die schlechte aber lautet: Das reicht alles nicht. Immer deutlicher kristallisiert sich für die Geldgeber heraus, dass Premier Alexis Tsipras mit seinem linken Regierungsbündnis einen ideologisch geprägten Umbau des Staates versucht – und deshalb wider besseres Wissen auch einen weiten Bogen um die Privatisierung von Staatsbetrieben und den Abbau der Bürokratie macht. Dabei hören die Beobachter bei jedem ihrer Besuche in Griechenland von geradezu abenteuerlichen Auswüchsen einer weithin verkrusteten Verwaltung, die dringend notwendige Investitionen nahezu unmöglich machen. Es gibt eigentlich nur den Tourismus-Bereich, der floriert. Industrie und Dienstleistungssektor kommen dagegen überhaupt nicht in Schwung, was auch daran liegt, dass die Banken sich mit Krediten wegen eigener Nöte zurückhalten. Andererseits wissen die Euro-Finanzminister aber auch, dass in manchen Bereichen die Zwangsjacke zum Sparen nicht mehr enger geschnürt werden kann. Deshalb müssen sie auf den Umbau des Staates setzen, ihn geradezu erzwingen. Die Krise in Athen ist noch längst nicht ausgestanden.

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