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Kommentar: Ein Zeichen

Von Keine andere Sportart fördert in diesem Land das Gemeinschaftsgefühl so stark und leistet in seinen Vereinen so viel Integrationsarbeit wie der Fußball. Dennoch ist die beliebteste Einzelsportart der Welt immer noch eine Bühne für dumpfe Rassisten.
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Zwar gehören die Zeiten, in denen diese fehl geleiteteten Menschen gut vernehmbar ihre rechten Parolen in den Fankurven der Bundesligastadien grölten, der Vergangenheit an. Rassistische Beleidigungen sind auf den Fußball-Schauplätzen in Deutschland – von der Bundesliga bis hinunter in die Kreisliga – aber immer noch an der Tagesordnung.

Leider werden diese Vorfälle immer noch zu sehr verharmlost, leider wird immer noch weggehört, wenn dunkelhäutige Spieler wie zum Beispiel Shawn Barry, der Profi des Drittligisten FSV Frankfurt, beim Gastspiel in Zwickau von einheimischen Zuschauern auf das Übelste beleidigt wurde. Deshalb war es richtig, dass die Verantwortlichen des FSV Frankfurt dieses Fehlverhalten beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) angezeigt und dadurch erst ein Verfahren in Gang gesetzt haben.

Natürlich war das gestrige Urteil des DFB-Sportgerichts gegen den FSV Zwickau kein Meilenstein im Kampf gegen den Rassismus im deutschen Fußball. Aber es war ein Zeichen, dass die Vereine für ihre Anhängerschaft die Verantwortung übernehmen müssen. Und die eindeutige Botschaft, dass die Stadien und Sportplätze in diesem Land keine rechtsfreien Räume sind, in denen sich Rassisten nach Herzenslust austoben dürfen.

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