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Kommentar: Eintracht: Chance vertan

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Foto: Christian Klein (FotoKlein)

Was hat die Frankfurter Eintracht da für eine gute Chance vertan. In Kevin-Prince Boateng hat sie einen Spieler, der sich schon für die Anti-Rassismus-Kampagne der Fifa engagiert hat. Er wäre prädestiniert gewesen, um Stellung zu beziehen zu Rassismus und zu der Aussage von Eintracht-Präsident Peter Fischer, der keine AfD-Wähler im Verein haben möchte.

<span></span> Bild-Zoom Foto: (FNP)

Es wäre ein Leichtes gewesen, im Trainingslager eine Presserunde mit Boateng anzusetzen. Der Spieler hätte sagen können, wie er und seine Kollegen dazu stehen. Die Eintracht hätte Profil gezeigt, wäre das Thema offensiv angegangen, alles wäre gut gewesen.

SGE vs. AfD Eintracht-Frankfurt-Spieler schweigen im AfD-Streit

Die Fußballwelt diskutiert über die AfD-Aussagen des Eintracht-Präsidenten Peter Fischer: Niemand könne Mitglied sein, „der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt“. Doch die Spieler schweigen. Dürfen oder wollen sie nichts sagen?

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In einer vielbeachteten Rede im März 2013 vor den Vereinten Nationen in Genf hatte Kevin-Prince Boateng gesagt: „Rassismus ist real. Er existiert hier und heute. Man kann ihn in den Straßen finden, bei der Arbeit oder im Fußballstadion.“ Es ist gerade mal ein paar Tage her, dass der AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Maier aus Dresden in einem mittlerweile gelöschten Twitter-Kommentar Boris Beckers Sohn Noah als „kleinen Halb-Neger“ bezeichnete. Fast fünf Jahre nach Boatengs Rede hat sich nichts geändert. Wir hätten gerne seine Meinung dazu gehört.

kerstin.schellhaas@fnp.de

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