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Kommentar: FDP vor einer unsicheren Zukunft

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Blieb auch auf dem Dreikönigsstreffen der FDP unangefochten: Parteichef Christian Lindner. Foto: Arnulf Hettrich (imago stock&people) Blieb auch auf dem Dreikönigsstreffen der FDP unangefochten: Parteichef Christian Lindner.

Es war ein kurioser politischer Jahresauftakt, der sich an diesem Wochenende abgespielt hat. Während FDP-Chef Christian Lindner die Seinen auf die Opposition einschwor, loteten Union und SPD die Möglichkeiten einer großen Koalition aus. Ein Ereignis, das ohne die Jamaika-Bockigkeit der FDP gar nicht erst zustande gekommen wäre. Insofern war klar, dass das Dreikönigstreffen unter besonderen Vorzeichen stattfand. Wer aber dort so etwas wie einen Hauch von Selbstkritik erwartete hatte angesichts der verpassten Möglichkeit, auf der Regierungsbank Platz zu nehmen, sah sich getäuscht. Im Gegenteil, die Partei sonnte sich in ihrer nun auch bundespolitisch vollzogenen Wiederauferstehung, huldigte ihrem Parteichef und bemühte sich, aus der Rechtfertigungsschleife der letzten Wochen herauszukommen. Ganz so rosig wie Lindner und Co. die Zukunftsperspektiven der Liberalen malen, sind diese aber nicht.

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Klaus Späne

Klar, man ist wieder zurück im Spiel, fragt sich aber ob das Comeback wirklich nachhaltig ist. So muss sich die FDP im Bundestag neben den krawalligen Neukollegen von der AfD behaupten, was gerade mit dem von Lindner im Wahlkampf eingeschlagenen Kurs zwischen CDU und den Rechtspopulisten riskant ist. Auch die One-Man-Show Lindner kann auf Dauer kontraproduktiv sein, wenn sich dessen Posterboy-Image irgendwann erschöpft hat. Und gänzlich unumstritten ist er jenseits aller demonstrativen Treueschwüre auch nicht mehr. Und was ist, wenn die Groko scheitert? Bei Neuwahlen droht die FDP schwer abgestraft zu werden. Die vielbeschworene neue Generation könnte womöglich bald ganz schön alt aussehen.

klaus.spaene@fnp.de

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