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Gut gemeint, schlecht gemacht

Gut gemeint ist noch längst nicht gut gemacht. Das gilt auch für die Inklusion. Wohlmeinende Menschen glauben oft, man könne alle Probleme dieser Welt durch Handauflegen und gutes Zureden überwinden.
Dieter Sattler Foto: FNP Dieter Sattler

Das klappt aber leider nicht bei den großen Problemen und auch nicht bei den, global gesehen, kleineren, die für die Betroffenen freilich riesig sein können. Wie zum Beispiel die Lernbehinderung eines Kindes. Eine Zeitlang war es Mode, den Ausdruck Behinderung zu vermeiden und nur noch von „Andersfähigen“ zu sprechen, was natürlich den Beeinträchtigungen, denen die Betroffenen und ihre Familien ausgesetzt sind, nicht gerecht wird.

Natürlich kann man den Wunsch vieler Eltern verstehen, dass ihr lernbehindertes Kind von den anderen voll akzeptiert wird. Dass dies sich aber darin ausdrücken soll, dass es in einer „normalen“ Klasse unterrichtet wird, ist unangemessen. In den ersten Grundschulklassen mag es noch angehen, wenn es in der Schule noch spielerisch zugeht. Aber ab der dritten oder vierten Klasse wird die Lerngruppe in ihrem Lernprozess zu sehr aufgehalten.

Und auch dem lernbehinderten Kind wird kein Gefallen damit getan, wenn es ständig seine Benachteiligung spürt. Inklusion kann nur mit gigantischem Begleitprogramm halbwegs funktionieren, das aber nicht immer garantiert werden kann. Deshalb sind Lehrer schon am Verzweifeln. Letztlich wäre es besser für alle, die liebenswerten und wertvollen Kinder in anderer Umgebung ihre Fähigkeiten entwickeln zu lassen.

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