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Hinter den Kulissen

Da war längst keine Harmonie mehr drin. Nach zehn Jahren als Daviscup-Teamchef hat Patrik Kühnen zuletzt nicht nur seine Auseinandersetzungen mit Philipp Kohlschreiber geführt, sondern fast alle Spieler gegen sich aufgebracht.
Michael Lennartz Michael Lennartz

Da war längst keine Harmonie mehr drin. Nach zehn Jahren als Daviscup-Teamchef hat Patrik Kühnen zuletzt nicht nur seine Auseinandersetzungen mit Philipp Kohlschreiber geführt, sondern fast alle Spieler gegen sich aufgebracht. Dass bei einer internen Abstimmung kein einziger aus dem Spielerkreis für den Teamchef votierte, sagt eigentlich alles. Insofern kam sein Rücktritt wahrscheinlich nur einem Rauswurf zuvor, als den man die verweigerte Vertragsverlängerung ja bezeichnen müsste. Immerhin hat der frühere Daviscup-Gewinner damit wenigstens sein Gesicht gewahrt.

Was sich hinter den Kulissen abspielte, bleibt undurchsichtig. Es scheint aber letztlich auch ein kleiner interner Machtkampf zwischen DTB-Präsident Karl Altenburg und seinem "Vize" Carl-Uwe-Steeb gewesen zu sein. Steeb, Kühnens Kumpel aus erfolgreichen Daviscup-Zeiten, drängte auf die Vertragsverlängerung, die Altenburg strikt verweigerte. Auch weil der Hauptsponsor wegen Kühnen Druck machte.

Altenburg hat sich durchgesetzt. Und er dürfte auch andere Pläne haben die Kühnen-Nachfolge betreffend als der einstige "Held von Göteborg". Doch egal, wer sich in dieser Causa durchsetzen wird: Eine Garantie für ein erfolgreicheres Abschneiden im Daviscup ist das beileibe nicht. Denn dazu bedarf es einfach besserer Spieler. Die goldenen Zeiten der Ära Becker und Stich sind bekanntlich schon lange, lange vorbei.

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