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Hoch lebe der Patron

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<span></span> Foto: (FNP)

„Das war’s noch nicht!“ Mit diesen starken Worten verabschiedete sich Uli Hoeneß im Mai 2014 als ertappter und zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilter Steuerhinterzieher von der Bayern-Bühne. Nach 938 Tagen ist er wieder da. Seine (Wieder-)Wahl gestern Abend im Audi Dome in München: Der erwartete Triumph.

Die Bayern-Familie hat endlich ihren Patron zurück. 284 000 Vereinsmitglieder und 4209 Fanclubs mit über 330 000 Mitgliedern haben diesem Abend entgegengefiebert. Denn der Uli hat uns sehr gefehlt. Die Rummenigges, Sammers und Höpfners haben ihren Job zwar ordentlich erledigt. Die sportliche Bilanz mit Meister- und Pokaltiteln kann sich sehen lassen. Bayern München spielt wirtschaftlich in einer Liga mit Real Madrid und Barcelona. Doch Herz und Empathie haben wir schmerzlich vermisst. Ebenso die Wutausbrüche unserer „Abteilung Attacke“. Ein Fußballverein ist eben mehr als ein Global Player. Das hat Hoeneß begriffen wie kein Zweiter. Er hat Leidenschaft und Geschäft zusammengebracht und so den erfolgreichsten deutschen Fußballclub geformt.

Und eines wollen wir Bayern-Mitglieder in die Welt hinausposaunen: Wen wir an die Spitze unseres Clubs wählen, bestimmen ganz alleine wir selbst. Wir sind stolz auf unser „Mia san mia“. Eine zweite Chance hat auch ein Vorbestrafter verdient. Er muss euch Bayern-Hassern ja nicht gefallen. Da brauchen wir keine klugen Ratschläge. Rechtlich ist das nämlich alles astrein. Es gibt kein Gesetz, das verbietet, dass verurteilte Steuerbetrüger Präsident eines Vereins werden dürfen.

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