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Kommentar: Hundeattacken: Keine Gnade

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Der Fall „Chico“ spaltet die Nation. Der Staffordshire-Mischling hat in Hannover seine Besitzer totgebissen. Zwei behinderte Menschen, deren Leben sicherlich ohnehin nicht leicht war. Ein so schrecklicher Tod erschüttert die Nation.

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Dieter Hintermeier

Doch der Tod der beiden Menschen scheint Hunderttausende nicht allzu betroffen zu machen. Komplett benebelt von Hundeliebe fordern diese „Tierschützer“ in einer Online-Petition , dass „Chico“ eine zweite Chance verdient habe. Sie sehen die Schuld eher bei den Opfern, getreu dem Tierschützer-Mantra, dass immer der „am anderen Ende der Leine“ für die Untaten des Hundes die Verantwortung trage.

Die Meinung, dass „Chico“ den Rest seines Lebens auf einem „Gnadenhof“ für gescheiterte Hunde verbringen soll, teilt die große Zahl der professionellen Hundetrainer in Deutschland nicht. Für diese ist klar: „Chico“ muss sterben. Ein Hund, der zwei wehrlose Menschen tötet, ist nicht resozialisierbar. Das gilt, so erbarmungslos das auch klingen mag, auch für den „Kampfhund“ aus Bad König, der ein sieben Monate altes Kleinkind totgebissen hat. Auch dieser Hund ist nicht mehr resozialisierbar. Wer jetzt aufgrund dieser Forderungen die tierschützerische Moralkeule schwingt, sollte sich immer die Frage stellen: Sollte „Chico“ auch weiterleben, wenn er die zwei Hunde dieses Tierschützers totgebissen hätte? Dann würde die Diskussion wohl ganz anders verlaufen. Von einer „Resozialisierung“ oder „zweiten Chance“ für das Tier wäre in einem solchen Fall dann sicher nicht mehr die Rede.

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