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Kommentar Politik: Keine Erbsenzählerei

<span></span> Foto: Dieter Hintermeier

Das könnte ein Indikator sein: Viele Bundesminister meiden ihr Arbeitszimmer im „zweiten“ Regierungssitz Bonn wie der Teufel das Weihwasser. Ein gutes Beispiel gibt in dieser Hinsicht Bundeswirtschaftsminister und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel (SPD) ab. Seit Jahren soll er keinen Fuß mehr in sein Bonner Arbeitsdomizil am Rhein gesetzt haben. Heißt das nun, dass der Bonner Regierungssitz obsolet ist? Immerhin arbeiten noch über 7000 Beamte in Bonn für Bundesbehörden und eines der sechs Ministerien.

Ein Umzug all dieser Mitarbeiter nebst Familien in die große Hauptstadt Berlin ist kein Unterfangen, das in ein paar Wochen abgewickelt ist. Es wird lange dauern und viel Geld kosten, das müsste jedem klar sein. Ministerin Hendricks (SPD) hält die Hauptstadtteilung für nicht effizient, weil zu viele Dienstreisen zwischen dem provinziellen Bonn und dem hippen Berlin anfallen. Eifrige Erbsenzähler haben nachgerechnet, dass der Doppel-Hauptstadt-Luxus den Steuerzahler jährlich 7,5 Millionen Euro kostet. Das sind, mit Verlaub, Peanuts. Und die sollten wir uns leisten.

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politik@fnp.de

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