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Klar zur Zinswende?

Nun passiert es also doch. Nach langem Zögern und Zaudern wird die US-Notenbank die Zinsen anheben. Es wird der zweite Schritt nach einer langen Nullzinsphase sein.
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Nun passiert es also doch. Nach langem Zögern und Zaudern wird die US-Notenbank die Zinsen anheben. Es wird der zweite Schritt nach einer langen Nullzinsphase sein. Das hat an den Finanzmärkten schon mächtig für Wirbel gesorgt. Der Euro ist unter Druck geraten. Die Parität (also ein 1:1-
Verhältnis zum Dollar) ist nicht mehr weit entfernt.

Die Botschaft ist klar: Der Dollar gewinnt mit steigenden Zinsen an Attraktivität. Das geht auf Kosten vieler anderer Währungen und Märkte. So leiden bereits die aufstrebenden Volkswirtschaften (Emerging Markets) darunter, dass Anleger ihre Gelder abziehen.

Verstärkt werden diese Effekte durch die Ankündigungen des designierten Präsidenten Trump, der ja mit milliardenschweren Investitionsprogrammen die Wirtschaft ankurbeln will und der stets steigenden Zinsen das Wort geredet hat.

Das nehmen Anleger vorweg. Sie favorisieren US-Anleihen. Papiere mit zehn Jahren Laufzeit werfen schon deutlich mehr als zwei Prozent Zinsen ab. Das Phänomen hat bereits einen Namen und viele Mahner. Die „Trumpflation“ könnte zum Selbstläufer werden und zu künstlichen Verzerrungen führen, die sich kaum glattbügeln lassen dürften.

Und natürlich kommt wieder die Diskussion auf, ob ein schwacher Euro nun gut oder schlecht ist. Für Verbraucher ist klar, dass der schwache Euro Benzin tendenziell verteuert. Südfrüchte übrigens auch. Für die Wirtschaft fällt die Rechnung nicht eindeutig aus. Zwar führt eine schwache Währung zu höheren Gewinnmargen im Ausland, doch wird dieser Vorteil schnell davon aufgezehrt, dass Rohstoffe importiert und in Dollar bezahlt werden müssen.

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