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Kommentar: Klopp-Mania

Von Als Jürgen Klopp heute vor einem Jahr beim FC Liverpool seinen ersten Arbeitstag antrat, waren sich eigentlich alle, die sich im englischen Profifußball auskennen, einig: Deutschland emotionalster Trainer und einer der traditionsreichsten Clubs von der Insel haben sich gesucht und gefunden.
Michael Helms Michael Helms

Und die Experten sollten sich nicht irren. Die Beatles-Stadt liegt Klopp, der in Frankfurt studierte und für die beiden Hessenligisten Viktoria Sindlingen und Rot-Weiss Frankfurt einst als Stürmer auf Torejagd ging, zu Füßen. Viele trauen es dem gebürtigen Schwaben sogar zu, dass er an der legendären Anfield Road ähnlich prägend wirken kann wie beim FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund. Aus der grauen Mainzer Maus, die in der Zweiten Liga ein tristes Dasein fristete, formte er einen gestandenen Bundesligisten, der taumelnden Borussia hauchte er wieder Leben ein und entwickelte sie mit vielen jungen Spielern zu einem Spitzenclub mit Perspektive.

Diesen Weg will Klopp nun auch in der Premier League gehen, wo er als Trainer des FC Liverpool zwar dem Zirkel der Reichen angehört, aber den Haupteinkäufern Pep Guardiola (Manchester City) und José Mourinho (Manchester United) finanziell dennoch nicht das Wasser reichen kann.

Klopp will stattdessen in Liverpool eine Atmosphäre schaffen, die auf Dauer Erfolg ermöglicht. „Das macht für einen Club wie Liverpool mehr Sinn, als sich mit aller Gewalt wie andere in den Erfolg einzukaufen“, erklärte der 49-Jährige jüngst in einen Interview. Gerade für solche Aussagen sind sie in Liverpool mit seiner ausgeprägten Fußballkultur ganz besonders empfänglich. Und wenn Klopp jetzt noch mit dem FC Liverpool nach über zehn Jahren endlich wieder einen Titel gewinnt, hat er sich in der Stadt am Mersey unsterblich gemacht.

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