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Mordfall Johanna: Kommentar: 18 Jahre Leiden enden

Von "Für die Familie von Johanna endet mit der Festnahme ein 18 Jahre andauerndes Leiden, auch wenn der Tod des kleinen Mädchens nie in Vergessenheit geraten wird", sagt unser Kommentarschreiber Thomas Kopp.
Festnahme im Mordfall Johanna Foto: Oliver Berg (dpa) Eine Rettungshundestaffel aus Gießen sucht am 3. September 1999 im Wald bei Ranstadt-Bogenhausen nach der vermissten Johanna.

Johanna Bohnackers Grab in Ranstadt-Bobenhausen erhält endlich einen wichtigen Zusatz: den 2. September 1999 als ihren Todestag. Thomas Hauburger, Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen, geht nach dem Teilgeständnis ihres mutmaßlichen Mörders davon aus, dass der 41-jährige Friedrichsdorfer das damals achtjährige Mädchen unmittelbar nach ihrer Entführung und Schändung getötet hat. Dass er dabei von einem „Unfall“ spricht, dürfte nicht nur von Hauburger bezweifelt werden, der zur Verdeckung des sexuellen Missbrauchs weiterhin von einer vorsätzlichen Tötung ausgeht. Und der, obwohl über den Tathergang bislang noch nichts bekannt ist, weiter in diese Richtung ermitteln will.

<span></span> Bild-Zoom Foto: Salome Roessler lens&light (FNP)

Der mutmaßliche Täter ist geschnappt, die Hartnäckigkeit der Ermittler hat sich ausgezahlt. Doch auch sie haben die vergangenen Jahre viel Kraft gekostet. Und sie werden weiterhin Energie investieren müssen. Denn nun geht es um die Frage, ob der Tatverdächtige eventuell weitere Mädchen auf dem Gewissen hat. Und darum, den Mann so lange wie möglich hinter Gitter zu bringen. Denn nicht nur eine lebenslange Haftstrafe steht im Raum. Sondern auch eine sich möglicherweise anschließende Sicherheitsverwahrung.

Für die Familie von Johanna endet mit der Festnahme ein 18 Jahre andauerndes Leiden, auch wenn der Tod des kleinen Mädchens nie in Vergessenheit geraten wird. Umso trauriger ist es, dass der Vater von Johanna diese Tage nicht mehr miterleben kann. Er ist im vergangenen Jahr verstorben. Doch immerhin Johannas Mutter hat nun Gewissheit, dass ihr kleines Mädchen zumindest nicht über einen noch längeren Zeitraum Qualen durchleiden musste.

thomas.kopp@fnp.de

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