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Börse: Kommentar: 30 Jahre Dax

Der Deutsche Aktienindex (DAX) zeigt die Wertentwicklung der größten deutschen Unternehmen. Foto: Frank Rumpenhorst/Illustration Foto: dpa Der Deutsche Aktienindex (DAX) zeigt die Wertentwicklung der größten deutschen Unternehmen. Foto: Frank Rumpenhorst/Illustration

Sechs Gewinnjahre in Folge hat die Börse jetzt erlebt. Vieles spricht dafür, dass auch 2018 diese Serie nicht reißen wird. Der Deutsche Aktienindex Dax begeht dabei ein Jubiläum. Am 1. Juli 1988 wurde der Index zum ersten Mal berechnet. Als Startdatum wurde rückwirkend der letzte Handelstag des Vorjahres festgelegt. Der Stand:1000 Punkte.

Der Dax ist eine Erfolgsgeschichte. Im Laufe der vergangenen 30 Jahre hat der Index im Schnitt neun Prozent pro Jahr zugelegt. Das kann sich sehen lassen. Die Skepsis gegenüber der Börse liegt in den Unterbrechungen begründet. Vor allem die geplatzte Internetblase zur Jahrtausendwende hat sich ins Gedächtnis gebrannt. Auch die Immobilienkrise, die zur Finanzkrise wurde und dann in eine Staatsschuldenkrise mündete, ist unvergessen, zumal die Folgen bis heute nicht verdaut sind. Die niedrigen Zinsen und die anhaltenden Probleme vieler Banken erinnern daran.

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Es hat sich viel geändert in den vergangenen 30 Jahren. Der Aktienhandel ist automatisiert worden. Rund um den Dax ist eine neue Industrie entstanden – mit weiteren Indizes, mit Fonds und Derivaten. Die Börse hat sich damit demokratisiert. Jeder, der will, hat Zugang. Auf der anderen Seite haben die vielen Finanzwetten auch als Krisenverstärker gewirkt. Die Lehren daraus sind noch nicht gezogen worden.

Das kommende Jahr wird durch große Börsengänge geprägt werden. Siemens bringt die Gesundheitssparte, die Deutsche Bank ihre Vermögensverwaltung an den Markt. Gut möglich, dass der Dax sein Gesicht ändern wird. An der starken Präsenz und an der Rolle als Spiegel der deutschen Wirtschaft wird sich dadurch wenig ändern.

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