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Roaming-Gebühren abgeschafft: Kommentar: Achtsam bleiben

"Es ist traurig, dass schon jetzt die ersten Anbieter Tariferhöhungen ankündigen. Denn die einst horrenden Roaming-Gebühren waren schon seit Jahren nicht mehr zu rechtfertigen", sagt unsere Kommentarschreiberin Mirjam Moll.
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Es ist traurig, dass schon jetzt die ersten Anbieter Tariferhöhungen ankündigen. Denn die einst horrenden Roaming-Gebühren waren schon seit Jahren nicht mehr zu rechtfertigen: Die Geschäftsmodelle haben sich längst verändert, immer öfter arbeiten Tochterfirmen des Hauptunternehmens im Ausland, so dass effektiv keine Netzentgelte für den Anbieter fällig werden. Natürlich muss man fairerweise sagen, dass viele Start-up-Unternehmen über gar keine eigenen Netze verfügen, weder in Deutschland noch im Ausland. Doch auch für sie werden die Kosten überschaubar, da diese nun auch zwischen den Anbietern gedeckelt sind.

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Die EU wird in den kommenden Monaten also sehr genau hinsehen müssen, wie sich die angebotenen Verträge und Pakete entwickeln, und entsprechende Konsequenzen ergreifen. Diese aber obliegen den nationalen Kontrollstellen, wie in Deutschland der Bundesnetzagentur. Sie muss entsprechende Sanktionen verhängen, wenn Anbieter meinen, die Roaming-Freiheit zum Anlass nehmen zu können, ihre Preise wieder nach oben zu treiben.

Zumal es dafür keinen Grund gibt. Die getroffenen Regelungen gegen Missbrauch erlauben es den Unternehmen, im Zweifel trotzdem noch Gebühren zu erheben – aber eben auch nur in Höhe der Kosten, die ihnen tatsächlich entstehen. Man darf die EU auch einmal loben und feststellen, dass sie etwas umgesetzt hat, was für mehr als 500 Millionen Bürger eine echte Erleichterung bedeutet. Jenen, die gegen die Gemeinschaft wettern und lieber zum nationalen Protektionismus zurückkehren, sei gesagt: Solche Durchbrüche, wie sie der Fall der Roaminggebühren bedeutet, wären in einem Europa der Einzelstaaten nicht möglich.

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