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Kommentar: Angst vor Asienkrise

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Der Tod des thailändischen Königs Bhumibol hat die Wirtschaft Ostasiens erschüttert, Thailands Währung Baht und die Aktienkurse an der Börse in Bangkok belastet. Anleger – vor allem Fonds – zogen ihr Geld wegen der unsicheren Zukunftsaussichten ab.

Bhumibol hat das Land zusammengehalten. Das wird seinem Nachfolger nicht zugetraut. Allerdings sind die Ängste vor einer neuen Asienkrise nur teilweise gerechtfertigt. Mitte der 90er Jahre brachen gleich mehrere Währungen und danach die Wirtschaft zusammen, unter anderem, weil dagegen spekuliert wurde und weil einige Preisblasen platzten.

Davon ist Thailand weit entfernt. Die aktuelle Lage lässt allerdings die bestehenden Probleme offener zutage treten. Thailands Schulen liefern nicht die benötigten qualifizierten Fachkräfte, zumindest nicht in ausreichender Zahl. Die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber vielen Nachbarn leidet unter vergleichsweise hohen Löhnen. Auch bleiben die Wachstumsraten hinter der Konkurrenz zurück. Außerdem ist die Verschuldung der privaten Haushalte überdurchschnittlich hoch.

Bislang haben eine lockere Geldpolitik und Subventionen viele dieser Probleme überdeckt. Für eine umfassende Lösung benötigt das Land stabile Verhältnisse. Die Wachstumsprognose für dieses Jahr (3,2 Prozent) scheint nicht mehr in Stein gemeißelt zu sein. Thailand lebt nicht nur vom Tourismus. Das Land ist einer der wichtigsten Autozulieferer in der Region und ein bedeutender Maschinenbauer. So gesehen bestehen auch Ansteckungsgefahren.

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