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Kommentar: Attraktive Volksbank

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Die Volksbank Griesheim eG und die Frankfurter Volksbank eG haben einen Kooperationsvertrag mit dem Ziel des Zusammenschlusses abgeschlossen. Foto: Maik Reuß Die Volksbank Griesheim eG und die Frankfurter Volksbank eG haben einen Kooperationsvertrag mit dem Ziel des Zusammenschlusses abgeschlossen.

Die traditionsreiche Volksbank Griesheim ist ein kerngesundes Finanzinstitut. Dennoch hat sich der Vorstand entschlossen, die Eigenständigkeit aufzugeben. Um die Zukunft zu sichern, begibt sich das kleine genossenschaftliche Institut aus dem Westen der Stadt in den Schoß der um ein Vielfaches größeren Frankfurter Volksbank.

<span></span> Bild-Zoom Foto: (FNP)

Für die von Eva Wunsch-Weber geführte Bank ist es bereits die 16. Fusion. Dabei haben sich die Frankfurter den Ruf erworben, mit ihren kleineren Partner fair und äußerst sensibel umzugehen. Die bewährten Marken sind allesamt erhalten geblieben. Für die Kunden hat sich somit nichts verändert. Diese Kontinuität ist wichtig, damit Vertrauen nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird. Die Mitarbeiter der kleineren Partnerbank wurden und werden auch diesmal komplett übernommen, erhalten einen mehrjährige Arbeitsplatzgarantie und obendrein bessere Aufstiegschancen in einem großen Haus.

Hauptsitz und Filiale sind in der Alten Falterstraße in Frankfurt-Griesheim.
Frankfurt und Griesheim wollen fusionieren Volksbanken bündeln Kräfte

Nach Höchst nun also Griesheim: Für die Frankfurter Volksbank steht die insgesamt 16. Fusion mit einem genossenschaftlichen Institut unmittelbar bevor. Das dürfte noch nicht die letzte gewesen sein.

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Sich mit gegenseitigem Respekt zu begegnen und die Zusammenführung mit viel Fingerspitzengefühl zu praktizieren, war eine Spezialität des früheren Vorstandsvorsitzenden Hans-Joachim Tonnellier. Seine Nachfolgerin Wunsch-Weber knüpft nahtlos daran an. Die Frankfurter Volksbank bleibt daher ein höchst attraktiver Partner für alle genossenschaftlichen Institute im Rhein-Main-Gebiet, die durch ausufernde aufsichtsrechtliche Vorschriften und neue, kostenintensive Herausforderungen der Digitalisierung unter Druck geraten sind und ihre Zukunft bedroht sehen.

Man braucht kein Prophet zu sein, um vorhersagen zu können, dass die Fusion Nummer 16 noch längst nicht das Ende der Fahnenstange für die Frankfurter Volksbank bedeutet. Durch den vom Griesheimer Vorstandschef Armin Pabst eindrucksvoll geschilderten „Regulierungs-Tsunami“, der über kleine wie mittelgroße Institute hinwegfegt und sie personell wie finanziell überfordert, gewinnt das Fusionsthema eine völlig neue Dynamik. Die nächsten Kandidaten haben garantiert schon in der Frankfurter Börsenstraße angeklopft.

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