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Gesundheit: Kommentar: Auf dem Rücken der Beschäftigten

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Symbolbild Foto: Arno Burgi (dpa-Zentralbild) Symbolbild

Über Stress zu klagen gehört fast schon zum guten Ton. Kaum jemand kann sich davon freimachen – und manchmal ist es Jammern auf hohem Niveau. Doch die DAK-Gesundheitsstudie zeigt, dass das Thema tatsächlich eine immer größere Rolle spielt.

Denn obwohl die schwere körperliche Arbeit großteils von Maschinen übernommen worden ist, obwohl viele Firmen höhenverstellbare Schreibtische finanzieren und Deutsche sich mehr bewegen, sind die Rückenschmerzen nicht weniger geworden. Das lässt sich vor allem durch Überlastung erklären. Ebenso wie diese sich bei Grundschulkindern heute oft durch Kopfweh äußert, drückt sie sich bei erwachsenen Arbeitnehmern durch Verspannungen im Nacken und Kreuzschmerzen aus.

<span></span> Bild-Zoom Foto: (FNP)

Die sind nicht selten in dem Gefühl begründet, mit dem Rücken zur Wand zu stehen: Sehr viele Menschen leiden unter zunehmender Arbeitsverdichtung und Veränderungsprozessen durch die Digitalisierung. Und wenn sich die meisten wegen Rückenleiden nicht einmal krankmelden, dann oft aus Angst um ihren Job oder weil sie keine Vertretung haben und sich für ihren Bereich verantwortlich fühlen.

Unternehmen tun sich aber keinen Gefallen, wenn sie Umstrukturierungen auf dem Rücken der Beschäftigten austragen – schließlich brauchen sie langfristig Fachkräfte. Und die jüngere Generation will diese Aufopferung für die Arbeit oft nicht mehr mitmachen. Zudem müssen Ärzte wohl noch mehr darauf geschult werden, hinter den körperlichen auch die psychischen Probleme zu erkennen. Die Rückenleiden sind auch ein Symptom für einen gesellschaftlichen Umbruch. Da kann eine Notaufnahme nicht helfen.

pia.rolfs@fnp.de Bericht Seite 7

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