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Polizei: Kommentar: Beruf als Herkulesaufgabe

Symbolbild Foto: Silas Stein/Archiv Symbolbild

Vor einigen Jahren wäre dieser Trend noch undenkbar gewesen: Immer mehr junge Leute wollen zur Polizei. Während dieser Beruf früher bei vielen ein negatives „Bullen“-Image hatte, hat sich der Ruf der Polizei stark verbessert. Die Menschen in Uniform treten heute meistens wirklich als Freunde und Helfer auf. Gerade junge Polizisten sind gut ausgebildet, wirken sportlich, weltoffen und sympathisch.

<span></span> Bild-Zoom Foto: (FNP)

Es zeigt auch Wirkung, dass das Thema Sicherheit in breiten Bevölkerungskreisen an Relevanz und Akzeptanz gewonnen hat. Wer für ein sicheres Leben der Mitbürger sorgen will, ist salonfähig geworden. So entscheiden sich heute in Abiklassen selbst manche Jahrgangsbeste für den Polizeiberuf. Das wäre in Nach-68er-Zeiten undenkbar gewesen. Aber es kommt noch etwas hinzu: Da sich auf dem Markt berufliche Sicherheiten blitzschnell auflösen, ist eine Verwaltungs- oder Beamtenstelle attraktiver geworden als „brotlose Kunst“. Auch deshalb stehen die Bewerber bei der Polizei Schlange. Aber die Einstellungshürden sind hoch. So akzeptiert die hessische Polizei nur noch Bewerber mit Fachhochschulreife, die dann noch ein anspruchsvolles Bachelor-Studium absolvieren müssen. Und der sportliche Eignungstest hat es in sich. Er ist so schwer, dass selbst trainierte Sportler Probleme haben, ihn zu bestehen.

Weil so viele Bewerber scheitern, werden die Jahrgänge zuweilen „überbucht“, eine hohe Durchfallquote ist eingepreist. Für den Einzelnen ist das Scheitern sicher traurig, aber es ist positiv, dass so viel Wert auf gute Ausbildung gelegt wird. Die Polizisten von heute müssen sprachliche, psychologische und interkulturelle Kompetenz mitbringen. Einfach war der Beruf sicher nie, heute ist der Job eine Herkulesaufgabe.

dieter. sattler@fnp.de Bericht auf Seite 1

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