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Kommentar: Darmstadt, die Schnarchstadt

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Ein Blick in das Stadion am Böllenfalltor in Darmstadt. Foto: Fredrik von Erichsen/ Archiv Ein Blick in das Stadion am Böllenfalltor in Darmstadt. Foto: Fredrik von Erichsen/ Archiv

Jetzt ist der Deutschen Fußball Liga (DFL) der Geduldsfaden gerissen. Zu lange war man von der Stadt Darmstadt vertröstet worden, wenn ein den Anforderungen entsprechendes neues Stadion gefordert wurde. Ende des Jahres ist nun Schluss mit Spielen am Böllenfalltor.

Eine Katastrophe für den SV Darmstadt 98, die „Lilien“ müssten wohl nach Offenbach ausweichen. Frankfurt hat zwar auch zwei Stadien, doch das im Stadtwald ist für einen Zweitligisten viel zu groß, beim anderen am Bornheimer Hang fehlt ebenfalls die geforderte Überdachung der Stehränge.

<span></span> Bild-Zoom Foto: Salome Roessler

In Darmstadt müsste die gesamte Gegentribüne überdacht werden, eine eigentlich unmögliche Geschichte. Statisch wegen der Länge und Höhe schwierig, finanziell nicht tragbar für eine insgesamt recht marode Sportstätte. Die Tribüne sperren, das geht auch nicht, weil dort 40 Prozent der Besucher Platz finden.

Die Entscheidungsunfähigkeit der Kommunalpolitiker wird hier bestraft. Schon seit Jahren wurde die DFL mit dem Neubau eines Stadions vertröstet, Pläne wurden gezeichnet – und verschwanden in der Schublade.

Kein Wunder, dass der SV 98 Widerspruch eingelegt hat. Er hofft, wenigstens die gesamte kommende Saison noch am „Bölle“ spielen zu dürfen. Vielleicht schafft es die Stadt Darmstadt ja, innerhalb eines Jahres konkrete Pläne für einen Neubau an anderer Stelle vorzustellen oder vielleicht sogar mit dem Bau zu beginnen. Das könnte die DFL besänftigen und Darmstadt 98 dank einer erneuten Sondergenehmigung vor einem Umzug retten. Denn der Verein, das weiß die DFL, hat seine Aufgaben erledigt, auch wenn jetzt der Abstieg aus Liga eins bevorsteht. Die „Lilien“ werden im Spätsommer als finanzstarker Zweitligist ins Rennen gehen.

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