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Kommentar: Das Energiewende-Paradox

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Das Steinkohlekraftwerk Mehrum bei Hohenhameln in Niedersachsen. Foto: Julian Stratenschulte Das Steinkohlekraftwerk Mehrum bei Hohenhameln in Niedersachsen. Foto: Julian Stratenschulte

„Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig.“ So lässt sich auch bei der Mainova die Ertragssituation der Gaskraftwerke umschreiben. Da mögen diese noch so flexibel, effizient und klimafreundlich sein – gegen die schmutzigen, aber billigen Kohlekraftwerke haben sie kaum eine Chance. Die Kohleverstromung ist jedoch eines der entscheidenden Hemmnisse für die Senkung der Treibhausgas-Emissionen. Obwohl in Deutschland die erneuerbaren Energien inzwischen fast ein Drittel zur Stromversorgung beitragen, hat sich die Klimabilanz des Stromsystems im siebten Jahr der Energiewende so gut wie nicht verbessert.

<span></span> Bild-Zoom Foto: (FNP)

Und das liegt daran, dass noch 38 Prozent der Stromerzeugung auf die klimaschädliche Kohle entfallen. Die Kohlekraftwerke emittieren mehr CO2 als der gesamte Mobilitätssektor. Dabei ließen sich die Kohlemeiler leicht durch Gaskraftwerke ersetzen. Für den Ausstieg aus der Kernenergie hatte nach Fukushima die politische Kraft ausgereicht, für den Ausstieg aus der Kohle nicht. Nach wie vor tritt die Bundesregierung in der EU dafür ein, dass in Brüssel keine strengen Emissionsgrenzwerte für Kraftwerke verabschiedet werden, und die CO 2-Zertifikate viel zu billig bleiben. So wird Deutschland seine Klimaziele nicht erreichen.

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