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Kommentar: Der Öldruck steigt

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Mit sinkenden Temperaturen steigen die Ölpreise. Dieses „Naturgesetz“ wurde zwar in den vergangenen Jahren ausgehebelt, doch in dieser Heizsaison ist es wieder so. Öl der Nordseesorte Brent näherte sich in den vergangenen Tagen sogar wieder der Marke von 50 Dollar je Barrel an.

Der Preisanstieg ist freilich nicht nur dem Blick aufs Thermometer geschuldet. Am kommenden Mittwoch tagt die Opec. Hatte sich das Kartell in den vergangenen Monaten noch als völlig zerstrittener Club präsentiert, so gilt dieses Mal als abgemacht, dass die Fördermenge gekürzt werden wird. An den Finanzmärkten stellt man sich bereits auf einen solchen Schritt ein. Die Wetten auf steigende Preise sind bereits platziert worden.

Angekündigt ist, dass die Opec die tägliche Fördermenge um 800 000 Barrel kappt. Das klingt nach viel, entspricht aber nur einem Rückgang um weniger als 2,5 Prozent, fast schon homöopathisch. Wenn also ein richtiges Preissignal gesetzt werden soll, ist die Opec auf Verbündete angewiesen. Vor allem Russland rückt hier in den Blickpunkt. Das Land pumpt das schwarze Gold unter Volllast aus dem Boden und hat bislang nicht erkennen lassen, daran etwas ändern zu wollen.

Anleger und Verbraucher müssen also keinen akuten Preisschock fürchten. Zwar sollten die Preise auch zu Jahresbeginn tendenziell eher steigen. Doch mit höheren Preisen kommen neue Anbieter auf den Plan, für die sich erst dann die Arbeit lohnt. Die vom kommenden US-Präsidenten Donald Trump favorisierte Fracking-Industrie dürfte dann das Angebot wieder hochschrauben. Das liegt ohnehin über der herrschenden Nachfrage.

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