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Kommentar: Deutsche Börse - Schon wieder blamiert

Von Schon einmal hat sich die Deutsche Börse im Insiderhandels-Skandal um ihren Vorstandschef Carsten Kengeter bis auf die Knochen blamiert.
Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)

Schon einmal hat sich die Deutsche Börse im Insiderhandels-Skandal um ihren Vorstandschef Carsten Kengeter bis auf die Knochen blamiert: Per Ad-hoc-Pflichtmitteilung verkündete der Börsenbetreiber Mitte Juli, dass die Staatsanwaltschaft Frankfurt in Aussicht gestellt habe, das laufende Ermittlungsverfahren gegen Kengeter ohne Auflagen einzustellen. Die Ermittler widersprachen prompt: Es sei einzig und allein um das Verfahren gegen das Unternehmen Deutsche Börse gegangen, nicht aber um jenes gegen die Person Kengeter. Prompt schalteten sich auch noch die Finanzaufsicht BaFin und die hessische Börsenaufsicht in die Sache ein.

<span></span> Bild-Zoom Foto: (FNP)

Und nun das: Abermals teilt der Dax-Konzern mit, dass er die in Aussicht gestellten Geldbußen im Verfahren gegen das Unternehmen akzeptieren werde: „Die Deutsche Börse AG geht davon aus, dass das laufende Ermittlungsverfahren gegen den Vorstandsvorsitzenden Carsten Kengeter gegen Auflagen eingestellt werden wird. Nach der Beendigung des Verfahrens kann das Unternehmen seine gesamte Energie wieder voll auf die Umsetzung der eingeschlagenen Strategie konzentrieren.“ Nur kam die Mitteilung auch dieses Mal zumindest verfrüht. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt dämpfte erneut postwendend die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Ermittlungen. „Dazu, wann und wie das Verfahren hinsichtlich des Beschuldigten Kengeter abgeschlossen werden wird, können zum derzeitigen Zeitpunkt keine Auskünfte erteilt werden“, teilte eine Sprecherin mit. Es herrscht absolutes Wirrwarr – und das bei einem Börsenbetreiber, der besondere Verantwortung für die Aktienkultur in Deutschland trägt.

Von den Ermittlungen gegen das Unternehmen will sich die Deutsche Börse für 10,5 Millionen Euro freikaufen. Wenigstens das scheint zu stimmen – doch ist es absolut inakzeptabel, dass die Aktionäre für die Fehler ihres angestellten Managers zahlen sollen.

Es bleibt bei der Forderung, die seit dem krachenden Scheitern der – dilettantisch verhandelten – Fusion mit der Londoner LSE auf der Hand liegt: Kengeter muss seinen Posten räumen!

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