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Kommentar: Die Karten neu mischen

Politische Entwicklungen können die Stimmung auf den Finanzmärkten stark beeinflussen. Das lässt sich oft auch an der Dax-Kurve ablesen. Foto: Frank Rumpenhorst Politische Entwicklungen können die Stimmung auf den Finanzmärkten stark beeinflussen. Das lässt sich oft auch an der Dax-Kurve ablesen. Foto: Frank Rumpenhorst

Großbritannien hat gewählt; Premierministerin Theresa May hat sich verzockt. Sie hat das Gegenteil von einem Votum für harte Brexit-Verhandlungen bekommen. Frankreich hat gewählt; Emanuel Macron muss nun seinen Reformwillen in Mehrheiten gießen. Die Europäische Zentralbank rückt von einer möglichen Zinswende ab; in Spanien wird kurzerhand eine Bank zwangsfusioniert, und im Nahen Osten braut sich eine Krise zusammen.

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Das sind in etwa die Koordinaten, zwischen denen sich die Finanzmärkte derzeit verorten lassen. Vieles davon ist eher beunruhigend. Vor allem die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und Katar sorgen (nicht nur an der Börse) für Nervosität, auch wenn sich dies beim Ölpreis überhaupt nicht niederschlägt. Truppenbewegungen in der Region sind immer ein Alarmsignal.

Großbritanniens Ministerpräsidentin Theresa May lässt dagegen die Beobachter ratlos zurück. Die durch die Wahl auf Minimaß Zurechtgestutzte droht planlos durch den Brexit-Sorgen zu stolpern. Für in Großbritannien aktive Unternehmen ist das ein Alptraum. Es droht eine lange Phase der Rechtsunsicherheit.

Vieles deutet darauf hin, dass in der aktuellen Gemengelage auch an den Finanzmärkten die Karten neu gemischt werden. Bei den Währungen ist das bereits der Fall. Die Aussichten auf langfristig niedrige Zinsen im Euroraum und ein nicht absehbarer Ende der Anleihekäufe durch die EZB nimmt dem Euro mittelfristig die Favoritenrolle.

Den Aktienbörsen bleibt ihre vielzitierte „Alternativlosigkeit“ vorerst erhalten, so lange Ermüdungserscheinungen, geopolitische Schocks und andere unliebsame Überraschungen ausbleiben.

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