E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 30°C

US-Sanktionen: Kommentar: EU ist vorbereitet

Symbolbild Foto: Ingo Wagner Symbolbild

Die EU ist vorbereitet. Sollte US-Präsident Donald Trump unbelehrbar bleiben – und dafür spricht inzwischen leider die Erfahrung – muss die Gemeinschaft sofort reagieren können. Mit ihren angekündigten Gegenmaßnahmen in der Hinterhand will die Kommission Washington zum Einlenken bringen. Denn wenn die US-Sanktionen wirklich in Kraft treten, wird dies Auswirkungen auf den gesamten Weltmarkt haben. Die EU kann versuchen, sich so gut es eben geht zu schützen.

<span></span> Bild-Zoom

Aber unberührt wird ihre Wirtschaft von einem solchen Handelskrieg nicht bleiben. Im Gegenteil: Die Folgen einer derartigen Eskalation dürften auf beiden Seiten noch über Jahre spürbar sein. Bestenfalls kurzfristig könnte sie die US-Wirtschaft beflügeln, die ihre Modernisierung in vielen Bereichen verschlafen hat – nicht nur, was die Stahlindustrie angeht. Nicht ohne Grund will Trump auch das Pariser Klimaabkommen verlassen, um Arbeitsplätze in rückwärtsgewandten Industrien zu schützen, statt neue in zukunftsorientierten Projekten zu schaffen. Das Gesamtpaket des Trumpschen Protektionismus mag im sogenannten Rostgürtel der USA, in dem die alten Industrien angesiedelt sind, große Attraktivität haben, langfristig wird sich diese Strategie jedoch rächen, darin sind sich Wirtschaftsexperten einig. Denn sie wirft die Vereinigten Staaten zurück, statt ihre Entwicklung voranzutreiben.

Die EU tut gut daran, ihre Handelsabkommen mit den Verprellten der Vereinigten Staaten voranzutreiben, die mit dem Transpazifikabkommen mit den USA den weltweit größten Freihandelsvertrag geschlossen hätten. Die Gemeinschaft bekommt zunehmend eine Führungsrolle im Weltmarkt – nun muss sie sie auch erfüllen und im Fall der Fälle jene Maßnahmen umsetzen, die bislang nur als Drohkulisse dienen.

Zur Startseite Mehr aus Meinung der Redaktion

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen