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Mainz 05 in Abstiegsnöten: Kommentar: Eigentlich ganz normal

Von Dass der Weg des FSV Mainz 05 irgendwann einmal in die Abstiegszone führen wird, ist eigentlich ganz normal. Ein Kommentar von Michael Helms.
Foto: Thomas Frey (dpa)

Es ist ein schleichender Prozess und kein überraschendes Ereignis, der eine Mannschaft in den Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga führt. Und der Niedergang des FSV Mainz 05 hält schon seit fast zwei Monaten an. Nur der zukünftige Zweitligist aus Darmstadt hat weniger Punkte in der Rückrunde geholt als die Rheinhessen, die nach der jüngsten Heimniederlage gegen Leipzig so richtig im Schlamassel stecken. Dennoch reiben sich angesichts der Mainzer Talfahrt viele Beobachter verwundert die Augen, was vielleicht auch daran liegt, dass der Club aus der rheinlandpfälzischen Hauptstadt in den letzten Jahren mit dem Abstiegskampf keine Berührungspunkte hatte.

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Michael Helms

Seit dem Aufstieg im Frühsommer 2009 gehören die Mainzer schon fast zum Inventar der Bundesliga und haben den nervenaufreibenden Existenzkampf tief unten im Keller mit gebührendem Abstand verfolgen können. Drei Mal gelang den Mainzern mit ihrem findigen Manager Christian Heidel sogar der Sprung auf die europäische Bühne. Im April 2017 muss sich Heidels Nachfolger Rouven Schröder mit der deutschen Fußball-Provinz beschäftigen, weil in der kommenden Saison durchaus Mainzer Gastspiele in Sandhausen oder Heidenheim anstehen könnten.

Was allerdings auch kein ungewöhnlicher Vorgang wäre. Der FSV Mainz 05 ist trotz seiner langen Bundesligazugehörigkeit immer noch so etwas wie ein Ausbildungsverein, der hoffnungsvolle Talente an sich bindet, um sie später für gutes Geld zu verkaufen. Dass dieser Weg irgendwann einmal in die Abstiegszone führen wird, ist eigentlich ganz normal. Spannend wird nur sein, wie die Verantwortlichen nach einem weiteren Rückschlag reagieren werden. Werden sie ihren Trainer feuern oder aber die Ruhe bewahren in einem Kampf, den sie nicht mehr kennen?

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