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Abstieg 1860 München: Kommentar: Ein Fanal

Von Der Niedergang der Löwen ist ein Fanal für andere Vereine, sich nicht in die Hände eines einzelnen Investors zu begeben. Ein Kommentar von Michael Helms.
Michael Helms Bilder > Michael Helms

Seit gestern Nachmittag ist es amtlich: Das Kapitel Profifußball beim einst so ruhmreichen TSV 1860 München ist beendet. Nach dem sportlichen Abstieg einer teuren, seelenlosen Söldner-Truppe, die von einer jungen, kostengünstigen und beseelten Mannschaft aus Regensburg gedemütigt wurde, liegt der deutsche Meister von 1966 in Trümmern.

Und das Mitleid in Fußball-Deutschland dürfte sich in Grenzen halten. Der Niedergang der Löwen ist vielmehr ein Fanal für andere Vereine, sich nicht in die Hände eines einzelnen Investors zu begeben. Natürlich waren die Münchner schon vor der feindlichen Übernahme 2011 durch Hasan Ismaik herunter gewirtschaftet worden und standen damals vor dem Konkurs.

Aber die geschätzten 60 Millionen Euro, die der jordanische Geschäftsmann dann in den Club pumpte, erwiesen sich als Fluch und nicht als Segen für einen Verein, dem der Investor mit seiner Hire-and-Fire-Politik nicht nur die Seele raubte, sondern auch die Voraussetzungen nahm, im deutschen Profifußball zu überleben.

Das Gute am Absturz des TSV 1860 München ist die Tatsache, dass man auf Giesings Höhen nun endlich die Chance hat, den dringend notwendigen Neuaufbau einzuleiten. Auch wenn es Jahre dauern wird, bis beim TSV 1860 München das Kapitel Profifußball wieder aufgeschlagen wird.

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