Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Kommentar: Ein Kompromiss

Von
<span></span> Foto: Salome Roessler

Man kann nicht immer alle Wünsche erfüllen. Das wissen die Eltern gerade in der Vorweihnachtszeit, das weiß die Deutsche Fußball
Liga, die am Donnerstag den neuen Verteilungsschlüssel für die TV-Gelder bekannt gegeben hat. Wobei die DFL einen großen Vorteil hatte: Alle Teams der Ersten und Zweiten Liga werden deutlich reichhaltiger beschenkt, weil dank des neuen TV-Vertrags deutlich mehr Geld zu verteilen ist.

Fast alle der 36 Vereine besitzen unterschiedliche Erwartungen. Die „Großen“ wollen europäisch glänzen, die „Kleinen“ wollen wenigstens etwas Butter aufs Brot, damit sie stark genug werden, um den Abstieg zu vermeiden. So musste ein Kompromiss her, der durchaus in die richtige Richtung zielt. Der Leistungsgedanke wird weiter unterstützt, aber auch gute Nachwuchsarbeit sowie langjährige Zugehörigkeit werden belohnt. Im Topf „Nachhaltigkeit“ liegen in Zukunft Jahr für Jahr 60 Millionen Euro, die nach einer 20-Jahres-Wertung verteilt werden. Was bedeutet, dass der inzwischen höchstens durchschnittliche Zweitligist 1. FC Kaiserslautern mehr kassieren wird als der 2009 gegründete Emporkömmling RB Leipzig.

Die DFL versichert, dass sie den Konkurrenzkampf fördern wollte. Was natürlich Unsinn ist. Die Schere zwischen Arm und Reich wird weiter auseinander gehen. Aber das hätten auch andere durchsetzbare Modelle nicht verhindert.

Zur Startseite Mehr aus Meinung der Redaktion

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse