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Länderspiel gegen Dänemark: Kommentar: Erfrischend

"Es war erfrischend, wie sich die jungen Akteure aus der zweiten Reihe für die WM 2018 in Stellung brachten", sagt unser Kommentarschreiber Harald Joisten.
Mit vereinten Kräften: Sebastian Rudy und Julian Draxler attackieren den dänischen Torschützen Christian Eriksen (von rechts). Foto: Christian Charisius (dpa) Mit vereinten Kräften: Sebastian Rudy und Julian Draxler attackieren den dänischen Torschützen Christian Eriksen (von rechts).

Natürlich hätten sich viele dänische Zuschauer im Kopenhagener Stadion einen Thomas Müller gewünscht. Oder einen Toni Kroos. Sie wollten für ihr Eintrittsgeld möglichst viele deutsche Fußball-Weltmeister sehen – und nicht unbekannte Spieler wie Diego Demme oder Marvin Plattenhardt. Doch der Schachzug des Bundestrainers hat sich ausgezahlt. Joachim Löw hat interessante Erkenntnisse gewonnen aus dem Länderspiel gegen Dänemark (1:1). Es war erfrischend, wie sich die jungen Akteure aus der zweiten Reihe für die WM 2018 in Stellung brachten. Das war mitunter schöner anzusehen, als wenn sich ein Mesut Özil oder Mats Hummels am Ende einer kräftezehrenden Saison mittelmäßig motiviert auf den Platz gestellt hätten. Die überspielten Stars haben sich die Sommerpause verdient – auch mit Blick auf 2018.

<span></span> Bild-Zoom Foto: Salome Roessler

Löw hat seit jeher versucht, junge Spieler zu integrieren. Dadurch war er stets für personelle Umbrüche im Kader gewappnet. Auch jetzt haben sich ihm neue Alternativen für die WM 2018 aufgetan. Der 22-jährige Schalker Leon Goretzka könnte es schaffen, fest in den A-Kader aufzurücken. Der ehemalige Frankfurter Torwart Kevin Trapp (27) hat sich mit seinem gelungenen Debüt als Nummer zwei hinter Manuel Neuer empfohlen. Und Julian Draxler konnte als Kapitän Führungsqualität nachweisen – wenn auch freilich in einem unerfahrenen Team.

Vielleicht werden nur zwei oder drei Spieler aus dieser Mannschaft den Sprung in den WM-Kader schaffen. Aber diese Aussicht, diese Chance wird diese zusammen gewürfelte Truppe auch am kommenden Samstag im WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino antreiben. Daraus zieht die aktuelle Situation ihren Reiz. Das ist für eine Phase im tristen Sommerloch gar nicht so schlecht.

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