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Ausbildung: Kommentar: Es gibt Alternativen zum Studium

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Foto: Ralf Hirschberger/Symbolbild Foto: Ralf Hirschberger/Symbolbild

Die Zeiten ändern sich. Auch in der Ausbildung. Früher gehörte es vielerorts noch zu den wichtigsten Obliegenheiten eines Azubis, in seinem Betrieb für das „zweite“, meist deftige Frühstück der Kollegen zu sorgen. Das heißt im Klartext, der junge Auszubildende wurde zum Metzger oder in den Supermarkt zum Einkaufen geschickt. Und wenn Abends im Betrieb die Lichter ausgingen, musste der Azubi meist noch einmal fachfremd ’ran, denn die Werkstatt oder der Hof mussten schließlich auch noch gekehrt werden.

Diese ausbildungsfernen Einsätze gehören längst der Vergangenheit an. Die Auszubildenden stehen nur noch ganz selten am Ende der betrieblichen Nahrungskette. Aber am Ausbildungsmarkt stehen längst ganz andere Probleme auf der Tagesordnung, denn viele Betriebe können nicht mehr alle ihre Lehrstellen besetzen und schlagen deshalb Alarm.

Was tun? Ein wichtiger Grund, warum die berufliche Ausbildung in Deutschland offenbar aus der Mode gekommen ist, liegt in der zunehmenden Akademisierung. Den Weg an die Hochschule schlagen nämlich immer mehr junge Menschen nach der Schule ein.

<span></span> Bild-Zoom Foto: Salome Roessler

Dass dieser Trend ins Rollen kam, dazu haben auch diverse Bildungsstudien mit beigetragen, die unisono zu dem Schluss kamen, dass Deutschland im Vergleich zu anderen Industrienationen zu wenige Akademiker produziere. Doch dabei wurde tunlichst vergessen, dass die Bundesrepublik ein weltweit einzigartiges, nämlich duales Ausbildungssystem vorweisen kann.

Diese Ausbildungsform erfolgt an zwei Lernorten: im Betrieb und in der Berufsschule. Nach solch einer Ausbildung stehen dem jungen Menschen die vielfältigsten Möglichkeiten offen, an der beruflichen Karriere zu feilen. Von der Meisterprüfung bis zum Studium: Alles ist möglich.

Deshalb ist es sinnvoll, dass die Schüler, vor allem auch an den allgemeinbildenden Schulen, auf diese Möglichkeiten im Unterricht aufmerksam gemacht werden und dadurch schon frühzeitig erfahren, dass es jenseits eines hochspezialisierten Bachelor-Modulstudiums noch handfeste und erfolgversprechende berufliche Alternativen gibt.

politik@fnp.de

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