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Kommentar: Es hat Klick gemacht

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<span></span> Foto: Salome Roessler

Aus dem ewigen Zweiten ist ein Siegertyp geworden. Andy Murray hat bewiesen, dass für Profi-Sportler auch im Alter von 29 Jahren noch Träume wahr werden können. Der Schotte hatte es lange Zeit nicht geschafft, große Turniere zu gewinnen, weil seine Psyche anfällig war. Nun hat er die aktuelle Saison mit 24 Siegen in Folge und dem WM-Titel als Weltranglisten-Erster abgeschlossen. Mehr geht nicht. Murray setzt auf einmal Maßstäbe. Er ist der Spieler, den es 2017 zu schlagen gilt.

Nach vielen Jahren hat es Klick gemacht im Kopf von Murray, der einst als Kind einen Amoklauf an seiner Schule überlebte. Der Wandel zum nervenstarken Siegertyp begann 2012, als er Ex-Profi Ivan Lendl als Trainer verpflichtete. Noch im selben Jahr gewann Murray sein erstes Grand-Slam-Turnier bei den US Open, im Jahr darauf in Wimbledon. Von da an wusste er, allen Herausforderungen im Tennis gewachsen zu sein.

Inzwischen kann der einst farblose Schotte, der 2016 erstmals Vater wurde, auch durchaus begeistern. Von der Tribüne in London applaudierten ihm Bastian Schweinsteiger samt Ehefrau Ana Ivanovic, Oscar-Preisträger Kevin Spacey und Fußballstar Gerard Piqué zu.

Bei dem entthronten Novak Djokovic dürften hingegen personelle Veränderungen bevorstehen. Der erfolgsverwöhnte Serbe, der im Finale gegen Murray ungewohnt viele Fehler machte, wird sich wohl von seinem Trainer Boris Becker trennen. Djokovic braucht – im Gegensatz zu Murray – offenbar neue Impulse.

Der perfekte Abschluss seiner bislang besten Saison als Tennis-Profi: Andy Murray mit dem WM-Pokal.
Tennis Andy Murray als „Stolz von Schottland“

Andy Murray konnte sich nach seinem WM-Sieg vor Lobeshymnen kaum retten. Beim unterlegenen Novak Djokovic stand die Trainerfrage im Mittelpunkt.

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